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Von 529 bis über fünftausend Euro für denselben Zweck: elf Formen von Verlobungsringen - und was den Preis wirklich macht

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Von 529 bis über fünftausend Euro für denselben Zweck: elf Formen von Verlobungsringen - und was den Preis wirklich macht

Solitär, Halo, Trilogie, Halb-Memoire. Das sind Namen, die hierzulande selten laut ausgesprochen werden, und doch gehört fast jeder Verlobungsring im Schaufenster zu einer dieser Kategorien - und der Unterschied zwischen ihnen ist nicht dekorativ, sondern konstruktiv.

Zwei Fachleute erklären die Einteilung: Pilar Lobato, die eine Werkstatt für antiken Schmuck führt, und Javier Fernandez, Gemmologe und Gutachter.

Der Solitär ist die klassischste Wahl und verändert sich seit Jahrzehnten nicht - ein zentraler Stein, meist ein natürlicher Diamant im Brillantschliff, und nichts, was ablenkt. Die gesamte Bedeutung ist an einem Punkt konzentriert.

Der Solitär mit Halo ist derselbe Ring mit einem Kranz kleiner Diamanten um den Hauptstein. Das ist nicht nur Zierde: Der Kranz verstärkt den Glanz und lässt den Hauptstein optisch größer im Durchmesser wirken, als er ist. Wer mehr Wirkung ohne höheren Preis will, sucht genau das.

Die Trilogie hat drei Steine - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Paares, in einer anderen Lesart Eltern und Kind. Ihr symbolisches Gewicht ist das größte von allen. Ein solches Modell liegt bei rund 5.630 Euro.

Der Cinquillo trägt fünf ausgerichtete Steine und war historisch mit großen Feiern verbunden. Die Halb-Memoire ist eine Reihe Diamanten; Fachleute beschreiben sie als Basiswahl, aber sehr elegant - ein Modell eines bekannten Hauses kostet 4.950 Euro.

Toi et Moi hat zwei gegenüberliegende Steine, meist Diamant und Perle, die beide Menschen darstellen - eines der romantischsten Designs des historischen Schmucks und in dieser Auswahl mit 990 Euro eines der zugänglicheren. Das Rebhuhnauge ist Art déco der Zwanziger: ein Hauptstein, umgeben von Rubinen, Saphiren oder Smaragden, wie ein Vogelauge.

Der Chevalier ist ein Siegelring klassischer Inspiration, mit breiter Platte und kräftigen Schultern, während der Tourbillon eine gedrehte Struktur hat, bei der sich die Schiene um die Fassung windet und den Blick zum Stein führt - dreidimensional und architektonisch. Beide bewegen sich um dreitausend Euro.

Bleibt der moderne, der zugänglichste der ganzen Liste: eine breite Schiene, die den Hauptstein einfasst, meist ein Marquise-Schliff in Gelbgold, für 529 Euro.

Die Spanne ist das, was man behalten sollte. Von 529 bis über fünftausend Euro, für einen Gegenstand mit derselben Funktion und demselben Zweck. Die Differenz zahlt man in Karat und im Namen des Hauses - die Form dagegen, das Einzige, was jeder sieht, wählt man gratis.