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Ein Pole fuhr 164 km/h, wo 80 erlaubt sind: Die Kamera erwischte ihn, die Grenze stoppte ihn

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Ein Pole fuhr 164 km/h, wo 80 erlaubt sind: Die Kamera erwischte ihn, die Grenze stoppte ihn

164 Kilometer pro Stunde. Auf einem Abschnitt, auf dem 80 erlaubt sind. Doppelt so schnell wie das Maximum, in einem Land, dessen Grenzübergänge sich jeden Sommer mit Menschen füllen, die eine Stunde auf einen Stempel im Pass warten.

Der Fahrer ist ein 46-jähriger polnischer Staatsbürger, gekennzeichnet mit den Initialen M.J. Er fuhr einen Ford mit polnischem Kennzeichen. Die Kameras von „Safe City“ erfassten ihn, während er noch unterwegs war. Die Polizei stoppte ihn am 22. August um 17:53 Uhr, bei der Ausreise über den Grenzübergang Tabanovce. Gegen ihn wird Anzeige nach Artikel 297-A des Strafgesetzbuchs erstattet - rücksichtslose Führung eines Kraftfahrzeugs.

Das System hat also funktioniert. Die Kamera filmte ihn, die Datenbank speicherte ihn, der Beamte an der Grenze erkannte ihn. Die gesamte Kette lief genau so, wie sie laufen soll.

Und hier liegt der Punkt: Er wurde bei der Ausreise gefasst. Nicht während er 164 fuhr, sondern Stunden später, als er die Fahrt längst beendet hatte und gehen wollte. Das heißt: Zwischen Verstoß und Festnahme bewegte sich ein Auto mit diesem Tempo weiter über eine mazedonische Straße, neben mazedonischen Fahrzeugen.

Es ist der zweite Ausländer, der binnen kurzer Zeit nach demselben Muster in Tabanovce festgenommen wurde. Ein Beleg dafür, dass „Safe City“ alle sieht. Der andere: Der Grenzübergang, nicht die Straße, ist der Ort, an dem die Rechnung schließlich ankommt.

Die offene Frage ist nicht, ob die Kamera funktioniert. Sie funktioniert. Die Frage ist, warum jemand erst das Land verlassen wollen muss, um gestoppt zu werden, wenn die Geschwindigkeit in Echtzeit gemessen wird.