Skopjes Taxifahrer kurz vor einem Protest: illegale Taxameter und Fahrer ohne Lizenz
18.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Weltmode hat die Phase des Pariser Minimalismus und des Mailänder Quiet Luxury längst hinter sich. Die neue Energie kommt von dort, wo die Sonne über die Kleidung entscheidet und Farbe keine Sünde ist - Rio de Janeiro. Brasilianische Marken dominieren die Auswahl für Frühling/Sommer 2026, und die Influencerinnen, die das Regelbuch schreiben, haben alle Fotos von der Copacabana.
Vicky Montanari, Emili Sindlev, Camila Cisneros, Alex Segura - die Namen, die gerade den Trend diktieren - waren alle vor kurzem in Rio. Den Stil, den sie zurückbringen, kann man in drei Worten beschreiben: Sinnlichkeit, Handwerk, chromatischer Optimismus. Was heißt: Schwarz und Grau für den Winter lassen, wach bleiben.
Farm Rio, 1997 von Kátia Barros und Marcello Bastos gegründet, produziert jährlich über 700 bunte, mutige Muster. B-Corp-zertifiziert, ging kürzlich eine Partnerschaft mit dem britischen Barbour ein - die brasilianische Tropen treffen den britischen Klassiker, und es funktioniert. Serpui macht Handtaschen als Kunstwerke aus Naturfasern; eine davon tauchte sogar in "And Just Like That" auf.
Tammy Salcedos Bahia Boemia bringt vintage-inspirierte Bademode zurück - nicht laut, sondern raffiniert. Patricia Bonaldis PatBo fertigt Abendkleider mit traditionellen Handwerkstechniken. Und natürlich Havaianas - die Flip-Flops von 1962, inspiriert von japanischen Reisfeldern-Slippern, die jetzt nicht mehr nur am Strand, sondern auch auf Pariser Straßen auftauchen.
Warum gerade jetzt Rio? Teils Sättigung - nach Jahren des Minimalismus hungert das Auge nach Farbe. Teils Stilpolitik: Brasilianische Mode stand lange im Schatten von New York und Paris, doch eine Generation von Influencern entdeckte sie als "authentisch" - das Zauberwort in einer Branche, die mit müden Klischees arbeitet.
Aber auch der Balkan sollte aufpassen. Die brasilianische Ästhetik ist nicht nur "mehr Farbe". Es ist ein ganzes System - Schnitt, Bewegung, das Gefühl, dass Kleidung zu einem bestimmten Klima und einem bestimmten Körper gehört. Wenn eine mazedonische oder serbische Frau Havaianas kauft, sieht sie am Strand gut aus. Wenn sie im Juli auf einer Straße in Skopje einen bunten Farm-Rio-Kimono trägt, muss sie ihn als ihren eigenen tragen, nicht als Imitation. Das ist der Unterschied zwischen Trend und Stil - Letzterer lässt sich nicht kopieren, er muss gelebt werden.
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