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Drei Pistolen und ein Gewehr auf einer Hochzeit: Staatsanwaltschaft beantragt Untersuchungshaft für vier Männer aus Dobri Dol

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Drei Pistolen und ein Gewehr auf einer Hochzeit: Staatsanwaltschaft beantragt Untersuchungshaft für vier Männer aus Dobri Dol

Drei Pistolen und ein Gewehr unbekannter Marke und unbekannten Kalibers. So viel Feuerwaffen kamen am Abend des 31. Juli im Hof eines Familienhauses im Dorf Dobri Dol, Gemeinde Vrapčište, bei einer Hochzeitsfeier zum Einsatz. Sie schossen in die Luft und brachten damit, wie die Staatsanwaltschaft Gostivar mitteilte, das Leben einer größeren Zahl von Gästen in Gefahr.

Die Staatsanwaltschaft leitete gegen vier Männer ein Verfahren wegen „Herbeiführung einer Gemeingefahr“ nach Artikel 288 Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 1 des Strafgesetzbuchs ein. Der Staatsanwalt beantragte beim Ermittlungsrichter Untersuchungshaft für alle vier, da Umstände auf Fluchtgefahr hindeuten. Bei einem der Verdächtigen kommt ein weiteres Risiko hinzu: Er besitzt neben der mazedonischen auch die slowenische Staatsbürgerschaft.

Erwischt hat sie nicht die Polizei. Das Internet hat es.

Vor zwei Tagen tauchte in sozialen Netzwerken ein Video auf, in dem junge Männer auf einem Auto stehen und in die Luft schießen. Der Clip löste zahlreiche empörte Reaktionen aus, angesichts des strikten Verbots, bei Hochzeiten und Feiern Waffen zu benutzen. Das Verfahren kam danach - nach einer Strafanzeige des Innenministeriums.

Das Verbot existiert also. Das Strafgesetzbuch existiert. Artikel 288 existiert. Die Waffen existierten ebenfalls - vier Stück, in einem Hof, an einem Ort. Damit die ganze Maschinerie anlief, brauchte es nur einen der Anwesenden, der das Video hochlädt.

Das ist das Modell, nach dem wir leben: Die Feier wird gefilmt, der Film wird gepostet, der Post wird zum Beweismittel. Wären die Handys in den Taschen geblieben, hätte überhaupt jemand gefragt, wem die Pistole gehört?

Die vier warten nun auf die Haftentscheidung. Das Verfahren läuft weiter, die Behörden ermitteln weitere Details. Für Dobri Dol und für jedes andere Dorf im Land bleibt eine unbequeme Frage: Vier Schusswaffen auf einer einzigen Hochzeit tauchen nicht aus dem Nichts auf. Jemand hat sie verwahrt, jemand hat sie mitgebracht, und jemand wusste, dass geschossen wird. Diese Namen stehen in keiner Pressemitteilung.