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Frau festgenommen, die Eintritt für die „Steinernen Puppen“ kassierte: Ein geschütztes Naturdenkmal wartet seit 19 Jahren auf ein Gericht

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Frau festgenommen, die Eintritt für die „Steinernen Puppen“ kassierte: Ein geschütztes Naturdenkmal wartet seit 19 Jahren auf ein Gericht

Die Fundstätte „Kuklica“ bei dem Dorf nahe Kratovo ist seit 2008 ein Naturdenkmal. Das heißt: Neunzehn Jahre lang hat der Staat die gesetzliche Pflicht, sie zu schützen, zu erhalten und zu verwalten. Stattdessen nahmen Polizeibeamte aus Kratovo am Sonntag um 19:30 Uhr die 41-jährige S.D. aus Kratovo fest - nach einer Anzeige, sie habe etwa anderthalb Stunden zuvor mehrere Besucher der Stätte tätlich angegriffen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde die Frau auf die Wache gebracht, Anzeige wird erstattet. Es ist nicht das erste Mal. Nur wenige Wochen zuvor teilte die Polizei mit, eine Frau mit den Initialen S.D.B. sei bei Kuklica angetroffen worden - trotz einer gerichtlichen Anordnung, die ihr den Besuch der Stätte untersagte. Ob es sich um dieselbe Person handelt, hat die Polizei bis heute nicht offiziell bestätigt.

Wie ein Naturdenkmal zur privaten Mautstelle wurde

Anfang Juni erklärte die Gemeinde Kratovo, sie sei über einen längeren Zeitraum daran gehindert worden, die Stätte zu verwalten. Diese sei widerrechtlich in Besitz genommen worden vom Verein „Izvor“ - Kratovo, dessen Verantwortliche Miloš Dimitrovski und seine Tochter Stojna Dimitrovska Booth sind. Die Gemeinde erwirkte ein erstinstanzliches Zivilurteil: Der Verein und die mit ihm verbundenen Personen sollen das Gelände an die städtische Museumseinrichtung übergeben und die aufgestellten Gegenstände entfernen.

Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt. Es ist also nicht rechtskräftig. Die Frage, wer über ein geschütztes Naturdenkmal in Mazedonien bestimmt, wartet also auf ein Gericht.

Und in der Zwischenzeit? In der Zwischenzeit häufen sich hier seit Monaten Meldungen über blockierten Zugang, unbefugtes Kassieren und aggressives Verhalten gegenüber einheimischen und ausländischen Besuchern. Die Vorwürfe kommen von der Gemeinde und von den Besuchern selbst. Das Ergebnis: Wer eines der bekanntesten Naturwunder des Landes sehen will, kann als Beteiligter einer Polizeianzeige enden.

Wer die Rechnung für das Tourismusimage zahlt

Kuklica ist der Punkt, den sie in jeden Reiseführer für Mazedonien setzen. Die Steinfiguren sind auf allen Werbefotos. Die Realität vor Ort besteht aus gegenseitigen Vorwürfen, Gerichtsverfahren, Polizeieinsätzen und Zwischenfällen mit Besuchern - statt aus einem geordneten Gelände mit klaren Regeln, Kasse und Öffnungszeiten.

Die Gemeinde wartet auf ein rechtskräftiges Urteil. Formal korrekt, juristisch unbestreitbar. Aber der Schutz eines Naturdenkmals ist kein Zivilstreit zwischen zwei gleichberechtigten Parteien - er ist eine staatliche Pflicht. Wenn ein Verein es neunzehn Jahre später immer noch in Besitz halten kann, lautet die Frage nicht, wer den Prozess gewinnt. Die Frage ist, warum der Prozess überhaupt so lange dauert.