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Washington steigt beim Fusions-Start-up Commonwealth Fusion ein: 85 Millionen Dollar für Chips, die einen Reaktor aushalten sollen

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Washington steigt beim Fusions-Start-up Commonwealth Fusion ein: 85 Millionen Dollar für Chips, die einen Reaktor aushalten sollen

Die US-Regierung gibt dem Start-up Commonwealth Fusion Systems (CFS) 85 Millionen Dollar (rund 73 Millionen Euro) für die Entwicklung fortschrittlicher Chips für Kernfusionskraftwerke. Das Geld ist nicht nur Förderung: Die Zuwendung des Handelsministeriums nach dem CHIPS Act bringt dem Staat auch eine Beteiligung am Unternehmen.

Der Kontext ist wichtig. Fusions-Start-ups liefern sich ein Rennen um die Fertigstellung ihrer ersten Demonstrationsanlagen, CFS will seinen Reaktor SPARC irgendwann im nächsten Jahr einschalten. Doch ein Reaktor ist nur der Beweis, dass es geht. Wer Dutzende kommerzielle Kraftwerke bauen will, braucht robustere Leistungselektronik und eine verlässliche Lieferkette.

Das Geld fließt in fünf Initiativen. Die erste ist Elektronik aus Siliziumkarbid - Halbleiter, die hohe Spannungen steuern und überall stecken, von LED-Lampen und Elektroautos bis zu Basisstationen und Rechenzentren. In einer Fusionsanlage versorgen sie die supraleitenden Magnete, die das Plasma im Reaktor einschließen. Dazu kommen eine neue Generation von Hochfrequenzgeneratoren, die den Brennstoff erhitzen, und strahlungsfeste Elektronik für eine schnellere Reaktorsteuerung, die länger halten und die Betriebskosten senken soll.

Der letzte Posten ist der für dieses Jahr typischste: Ein Teil des Geldes geht in die Anpassung von KI-Hardware, Grafikprozessoren und TPU-Chips, für den Einsatz in Kraftwerken. Offenbar gibt es 2026 keinen ernsthaften Förderantrag ohne KI-Posten.

„Am Ende bedeutet das ein leistungsfähigeres und wirtschaftlicheres Kraftwerk und eine stärkere amerikanische Lieferkette, um es zu bauen“, schrieb CFS-Mitgründer und Chefwissenschaftler Brandon Sorbom. Der Satz sagt alles: Das ist ebenso ein Industrie- wie ein Energieprojekt, bei dem der Staat nicht nur zahlt, sondern Eigentümer wird. Findet Europa, das seit Jahren über eigene Chips redet, auch Geld für die Fusion - oder kauft es auch diese Technologie eines Tages bei den Amerikanern?