Taxameter wild manipuliert, Fahren ohne Lizenz: Sogar die Taxifahrer selbst wollen Ordnung im Chaos von Skopje
15.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In einem kleinen Dorf im Nordwesten Albaniens rissen am 13. Juni rund 200 Demonstranten den Metallzaun und den Stacheldraht um die Baustelle eines Luxusresorts nieder. Sie riefen "Revolution", während sie die Barrieren neben der Polizei entfernten. Die Geschichte klingt lokal - bis man sieht, wer hinter dem Projekt steht: die Firma Affinity Partners, verbunden mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump.
Die Bewohner des Dorfes Rrjoll behaupten, das Land sei 200 Familien entzogen worden. "Die Proteste werden nicht aufhören, bis die Bewohner von Rrjoll entschädigt sind", erklärte einer der Eigentümer. Der Protest erhielt seinen Namen nach den Flamingos, die in dem geschützten Naturgebiet leben, in dem das Resort geplant ist - nahe den Inseln Zvernec und Sazan an der Adriaküste. Daher der Name "Flamingo-Revolution".
Doch hinter der Umweltgeschichte steckt etwas weit Größeres für die Zukunft Albaniens. Die Europäische Kommission hat das Land gewarnt, dass das Projekt die Standards für die EU-Mitgliedschaft direkt gefährde - den Schutz der Umwelt, der Vogellebensräume und der Tierwelt. Brüssel fordert von Albanien, die Änderungen der Gesetze über Schutzgebiete rückgängig zu machen und das Gesetz über strategische Investitionen aufzuheben, das das Projekt ermöglicht hat. Ein Sprecher der Kommission ließ verlauten, das Land müsse sich "vollständig an die europäische Umweltgesetzgebung anpassen", und zwar "ohne Verzögerung".
Und hier ist das Bild, das der ganze Balkan gut kennt. Auf der einen Seite ausländisches Kapital, verbunden mit einer mächtigen amerikanischen Familie, mit Gesetzen, die genau zugeschnitten sind, damit das Projekt durchgeht. Auf der anderen Menschen, die sagen, ihnen sei das Land genommen worden, und eine Natur, die niemand verteidigt außer den Dorfbewohnern und ein paar Flamingos. Albanien steht an einer alten Balkan-Kreuzung - die Tür dem großen Investor zu öffnen, oder auf Brüssel zu hören, dessen Mitgliedschaft es seit Jahrzehnten erträumt. Die Frage, die jedes Land der Region früher oder später bekommt: Wie viel kostet ein einziges "Ja", wenn die Tür der EU dieselbe Tür ist, gegen die auch du drückst?
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