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Gerichtsvollzieher und Zusteller nahmen Bestechungsgelder an, um Urteil vor Berufungs- und Oberstem Gericht zu manipulieren

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Ein Gerichtsvollzieher und ein Zusteller des Strafgerichts Skopje nahmen Bestechungsgelder an, um ein Urteil vor dem Berufungs- und dem Obersten Gericht zu "richten". Das urspruengliche Urteil lautete auf ein Jahr Gefaengnis wegen illegaler Herstellung und Handel mit Waffen.

Dem Gerichtsvollzieher wurde am 9. April eine 30-taegige Untersuchungshaft auferlegt wegen "Annahme von Belohnungen fuer rechtswidrige Einflussnahme". Als Risiko wurden Fluchtgefahr und moegliche Zeugenbeeinflussung angefuehrt. Fuer den Zusteller beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft, erhielt aber stattdessen Hausarrest.

Zwei Menschen aus dem System - ein Vollzieher, ein Zusteller - nahmen Bestechungsgelder an, um ein Urteil zu beeinflussen, das durch drei Gerichtsinstanzen geht. Wie viele solcher "Arrangements" bleiben unbemerkt? Vertrauen in die Justiz wird nicht durch Kampagnen aufgebaut, sondern durch Gefaengnistueren fuer jene, die sie verkaufen.