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Haare brechen nicht am Strand, sondern vor dem Spiegel: Fünf Fehler, deren Korrektur nichts kostet

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Haare brechen nicht am Strand, sondern vor dem Spiegel: Fünf Fehler, deren Korrektur nichts kostet

Der Sommer ruiniert Ihre Haare nicht am Strand. Sie ruinieren sie vor dem Spiegel, im Bad, wenn Sie sie direkt nach dem Baden durchkämmen wollen. Das ist die These des spanischen Friseurs Pablo Bogado, und sie ist interessanter als eine weitere Produktliste, weil keiner der fünf häufigsten Fehler, die er nennt, neue Ausgaben verlangt - nur eine andere Reihenfolge der Handgriffe.

„Echter Luxus ist nicht, im Urlaub perfektes Haar zu haben, sondern aus dem Urlaub mit Haar zurückzukommen, das noch immer gesund, glänzend und lebendig aussieht", sagt Bogado. Diesen Unterschied erkennt jeder Ende August.

Erster Fehler: Sie lassen das Haar an der Luft trocknen und halten das für neutral. „Das Problem ist, wie wir das Haar beim Trocknen belassen. Viele kommen aus dem Pool oder dem Meer und verbringen Stunden mit Salz oder Chlor im Haar. So bleibt die Faser lange feucht, verliert Feuchtigkeit und ist Sonne und Wind viel stärker ausgesetzt", erklärt er. Die Lösung: nach jedem Bad mit Süßwasser ausspülen und überschüssige Nässe durch sanftes Andrücken mit dem Handtuch entfernen - nicht rubbeln. Vor der Sonne: spezieller Haarschutz.

Zweitens: Sie gehen mit einem Öl in die Sonne, das dafür nicht gemacht ist. „Ein kosmetisches Öl, das nicht für Sonnenexposition formuliert ist, kann Glanz oder Pflege geben, schützt aber nicht vor UV-Strahlung", warnt er. Er selbst liebt Öle, aber für eine andere Tageszeit: „Ich verwende sie am Abend, wenn das Haar bereits sauber ist, um die Feuchtigkeit einzuschließen und Längen und Spitzen weich zu machen." Der Vergleich, den er anfügt, schließt das Thema ab: „Niemand ersetzt am Strand die Sonnencreme durch Körperöl. Beim Haar ist es genau dasselbe."

Drittens: nur mit Spülung waschen, jeden Tag, den ganzen Urlaub. Das kann eine gute Idee sein, sagt Bogado, darf aber nicht zur einzigen Routine werden. „Waschen nur mit Spülung hilft bei der Feuchtigkeit und erleichtert das Kämmen sehr, entfernt aber Rückstände von Salz, Chlor, Sand oder Schutzprodukten nicht richtig." Also im Wechsel mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo. Nach der Wäsche empfiehlt er eine Feuchtigkeitscreme, die die Haaroberfläche glättet und Frizz kontrolliert - „eines jener Produkte, die Kundinnen besonders schätzen, wenn das Haar den Verschleiß des Urlaubs zu spüren beginnt".

Viertens, und am teuersten: Kämmen direkt nach dem Baden. „Nasses Haar ist weit empfindlicher als trockenes. Kommt Salz oder Chlor hinzu, verliert die Faser einen Teil ihrer Elastizität und das Bruchrisiko steigt erheblich", sagt der Friseur. Erst eine Leave-in-Creme, dann ein grobzinkiger Kamm, und immer von den Spitzen zum Ansatz. Sein Urteil ist ein Satz zum Merken: „Der meiste Bruch im Sommer passiert nicht am Strand, er passiert vor dem Spiegel, wenn wir uns viel zu hastig kämmen wollen."

Fünftens: Sie buchen neue Strähnchen, obwohl Sie eigentlich Wasser brauchen. „Viele Kundinnen kommen überzeugt zurück, sie müssten die Strähnchen wiederholen, weil das Blond sein Licht verloren habe. In vielen Fällen ist die Farbe aber noch da; was das Haar verloren hat, ist Wasser. Stellen wir die Feuchtigkeit wieder her, kommt der Glanz zurück und das Blond sieht völlig anders aus, ohne dass erneut blondiert werden muss."

Das ist zugleich die verstecktetste Rechnung der ganzen Geschichte. Der Salon, der hier die Wahrheit sagt, verliert eine Dienstleistung. Wer schweigt, verkauft sie. Und deshalb ist der Satz über Feuchtigkeit statt Blondierung das Nützlichste im ganzen Text - nicht wegen der Haare, sondern weil er zeigt, wie man einen Rat von jemandem liest, der gleichzeitig verkauft.