Skip to content

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff im Atlantik: drei Tote, WHO bestätigt Fall

1 Min. Lesezeit
Teilen

Drei Menschen sind an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius gestorben, auf der Fahrt zwischen Argentinien und den Kapverdischen Inseln. Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Fall von Hantavirus bestätigt, fünf weitere werden untersucht. Das Virus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen - sondern durch Einatmen von Partikeln aus dem Kot infizierter Nagetiere. An Bord eines Schiffes. Mit Passagieren.

Hantaviren sind eine Virusgruppe, deren Hauptreservoir Nagetiere sind. Die Infektion verursacht zwei schwere Krankheiten: das hantavirale pulmonale Syndrom (HPS) mit 38 Prozent Sterblichkeit und ein hämorrhagisches Fieber mit Nierenversagen. Es gibt keine spezifische Therapie - die Behandlung ist unterstützend: Sauerstoff, Beatmung, Dialyse, Intensivpflege.

Hantaviren sind nicht neu: weltweit werden jährlich 150.000 Fälle registriert, die meisten in Europa und Asien (China allein deckt mehr als die Hälfte). In den USA sind seit 1993 890 Fälle dokumentiert. Doch ein Auftreten auf dem Atlantik, auf einem Kreuzfahrtschiff mit Passagieren, ist ein völlig anderer Kontext.

Die Menschen, die für eine Kreuzfahrt bezahlten, bekamen etwas anderes. Und vorerst fehlen drei Familien ihre Angehörigen.