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Niederlaendische Koenigskrise: 33-Jaehriger mit zwei Aexten, Nazi-Symbolen und handgeschriebener Notiz ueber ein Blutbad in Den Haag

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Die niederlaendische Staatsanwaltschaft hat bestaetigt, dass in Den Haag ein 33-Jaehriger in Haft sitzt, verdaechtigt, einen gewaltsamen Angriff auf die Prinzessinnen Amalia und Alexia geplant zu haben, die Toechter von Koenig Willem-Alexander und Koenigin Maxima. Die Festnahme erfolgte bereits im Februar, doch die Details werden erst jetzt bekannt, vor der fuer Montag, den 4. Mai, angesetzten Anhoerung.

Was die Ermittler in seiner Wohnung fanden, liest sich wie ein Drehbuch. Zwei Aexte mit eingravierten Botschaften - auf einer stand „Mossad", auf der anderen „Sieg Heil". Daneben ein handschriftliches Dokument mit den Namen der beiden Prinzessinnen und dem Wort „bloedbad" - niederlaendisch fuer „Blutbad". Die Staatsanwaltschaft beschreibt den Verdaechtigen als „verletzliche Persoenlichkeit", die diplomatische Form zu sagen, er habe psychische Probleme, ohne ihn von der Verantwortung zu entbinden.

Fuer das niederlaendische Koenigshaus ist das nicht das erste Mal. Amalia, die Thronfolgerin, konnte 2022 wegen Sicherheitsdrohungen nicht in ein Studentenwohnheim in Amsterdam ziehen. Anderthalb Jahre lebte sie in Madrid - nicht als Studentenabenteuer, sondern als erzwungene Evakuierung. Die Spanier boten etwas, was die Niederlande nicht konnten: die Moeglichkeit, ohne vier Leibwaechter zum Baecker zu gehen.

„Ich war gezwungen, nach Madrid zu ziehen, und ich muss ehrlich zugeben - es war eine wunderbare Zeit", sagte Amalia im April vergangenen Jahres. „Ich bin froh, zurueck zu sein, aber wirklich, dort habe ich mehr Freiheit gefunden, als ich hier haben kann." Ein Satz, der alles sagt. Eine Koenigstochter im 21. Jahrhundert muss auswandern, um zu atmen.

Die Frage, die bleibt, ist einfach: Wie ist es moeglich, dass ein Verdaechtiger mit zwei Aexten, Nazi-Symbolen und einer Namensliste nur als „verletzlich" eingestuft wird? Und warum erfaehrt die Oeffentlichkeit erst drei Monate nach der Festnahme davon - genau einen Tag vor der Anhoerung? Die niederlaendische Geheimhaltung rund um diesen Fall verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie der nicht stattgefundene Angriff selbst.

All das passiert in einem Land, das an der Oberflaeche wie der friedlichste Ort Europas wirkt. Die Niederlande. Blumen, Tulpen, Fahrraeder. Und in Den Haag, derselben Stadt, in der der Internationale Gerichtshof tagt, hat jemand mit der Hand auf Papier ueber ein Blutbad geschrieben. Die Sicherheit koeniglicher Familien ist kein Romanstoff - es ist eine taegliche Ausgabe, die die Buerger zahlen, und die selbst dann nicht immer garantiert werden kann.