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Die Inflation im August liegt bei 2,6 Prozent - der erste Anstieg nach vier Monaten Rückgang

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Die Inflation im August liegt bei 2,6 Prozent - der erste Anstieg nach vier Monaten Rückgang

Die Jahresinflation in Mazedonien betrug im August 2,6 Prozent. Im Monatsvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent, teilte das Statistikamt mit. Die Regierung liest die Zahl als Bestätigung einer Stabilisierung - und dafür gibt es Grundlagen. Aber in derselben Tabelle steht auch etwas, das in den Mitteilungen fehlt.

Den Weg zu 2,6 Prozent legte Finanzministerin Gordana Dimitrieska-Kočoska dar: 5,7 Prozent im April, 4,8 im Mai, 3,4 im Juni, 2,3 im Juli. Und dann - 2,6 im August. Die Augustzahl ist also keine Fortsetzung des Abwärtstrends. Sie ist der erste Anstieg nach vier Monaten Rückgang.

Wo es teurer wurde und wo billiger

Im August gegenüber Juli liegt der größte Monatsanstieg bei Freizeit, Sport und Kultur - 3,1 Prozent - sowie bei Restaurants und Beherbergung mit 2,5 Prozent. Körperpflege sowie diverse Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 0,6 Prozent, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 0,5 Prozent, Hausrat um 0,4 Prozent, Wohnen, Wasser und Energie um 0,2 Prozent.

Auf der anderen Seite wurde der Verkehr um 0,8 Prozent billiger, Bekleidung und Schuhe um 0,3 Prozent.

Im Jahresvergleich sieht das Bild anders aus und zeigt, wo es wirklich wehtut. Alkoholische Getränke, Tabak und Rauschmittel liegen 9,4 Prozent höher, Freizeit, Sport und Kultur 8,8, Bildungsdienstleistungen 5,0, Restaurants und Beherbergung 4,8, Wohnen und Energie 3,8, Verkehr 3,4, Bekleidung und Schuhe 2,1 und Nahrungsmittel samt alkoholfreien Getränken 1 Prozent.

Der Einzelhandelspreisindex liegt im Jahresvergleich 2,3 Prozent höher.

Warum die offizielle Zahl und Ihr Gefühl auseinandergehen

Die Differenz zwischen 9,4 Prozent in einer Abteilung und 1 Prozent in einer anderen erklärt das vollständig. Haushalte haben keine identische Kostenstruktur, und die am häufigsten gekauften Produkte wiegen in der persönlichen Wahrnehmung schwerer, als der statistische Warenkorb ihnen zugesteht.

Wenn Ihr Monatsbudget zu Nahrung und Wohnen tendiert, liegt Ihre Inflation nicht bei 2,6. Tendiert es zu Urlaub und Restaurants, liegt sie deutlich höher.

Der europäische Vergleich lohnt sich, aber mit Einschränkung

Die Regierung sieht Mazedonien unter den europäischen Volkswirtschaften mit niedrigerer Inflation. Nach der Vorabschätzung von Eurostat für August wird die Jahresinflation in der Eurozone bei 3,3 Prozent erwartet, gegenüber 2,9 im Juli, bei einem geschätzten Jahresanstieg der Energiekomponente von 14,3 Prozent. Niedrigere Raten als Mazedonien haben Estland mit 1,3, Malta mit 1,9 und Finnland mit 2,4, während Frankreich bei 2,7, die Niederlande bei 2,8 und Deutschland sowie Österreich bei 2,9 Prozent liegen.

Die Einschränkung ist technisch, aber wichtig: Für August liegen bei Eurostat vorerst nur Schnellschätzungen auf Basis des harmonisierten Index vor, die vollständigen Daten werden am 17. September erwartet. Eine Rangliste auf Basis von Schnellschätzungen ist eine Rangliste von etwas noch nicht Endgültigem.

Im größeren Bild wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 4,3 Prozent im Jahresvergleich. Die Industrieproduktion lag im Juli 1,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, für die ersten sieben Monate beträgt das Wachstum 0,9 Prozent. Unter der Oberfläche: Das verarbeitende Gewerbe legte im Juli um 3,4 Prozent zu, Bergbau und Steinbrüche fielen um 5,9 Prozent, und die Versorgung mit Strom, Gas, Dampf und Klimatisierung um 19,5 Prozent.

Eine Inflation von 2,6 Prozent ist weit entfernt von den 16,8 Prozent im August 2022. Das ist echter Fortschritt und gehört gesagt. Aber der August zeigte, dass der Weg nach unten keine gerade Linie ist - und den nächsten Test stellt nicht der Gesamtindex, sondern Nahrung, Energie und Dienstleistungen.