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Bauleistungen für 242 Millionen Euro in einem Quartal: Motor der Wirtschaft oder Stütze mit Verfallsdatum?

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Bauleistungen für 242 Millionen Euro in einem Quartal: Motor der Wirtschaft oder Stütze mit Verfallsdatum?

Zweihundertzweiundvierzig Millionen Euro abgeschlossene Bauleistungen in drei Monaten. Das ist die Zahl, die Vizepremier und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski für das zweite Quartal dieses Jahres nannte - ein Wachstum von rund 22 Prozent, das er als historisch höchstes Quartal bezeichnete.

„Jedes Quartal liegt weit, weit über dem früheren Durchschnitt. Das ist das historisch höchste Quartal, das höchste Dreimonatsergebnis“, sagte Nikoloski in Kumanovo bei der Übergabe neuer Kommunalfahrzeuge, beschafft mit Unterstützung der Weltbank.

Er betonte, es handle sich nicht um ein Einzelergebnis: „Wir haben 2024 die Grundlagen gelegt, die Projekte aufgesetzt, und schon ab 2025 sehen wir eine starke Entwicklung im Bauwesen.“ Und schloss: „Das Bauwesen wird tatsächlich zum grundlegenden Motor der Wirtschaft, und das werden wir in der kommenden Zeit fortsetzen.“

Motor oder Stütze?

Die Zahl ist real und soll nicht relativiert werden - 242 Millionen Euro realisierte Leistungen in einem Quartal sind erhebliche Aktivität in einer Wirtschaft von der Größe der mazedonischen. Das Problem an der Formulierung „grundlegender Motor der Wirtschaft“ liegt woanders.

Bauwesen ist ein Motor, wenn es wächst, weil privates Kapital das Bauen rentabel findet. Es ist eine Stütze, wenn es wächst, weil der Staat gleichzeitig mehrere große Infrastrukturfronten offen hält. Nikoloski selbst verweist auf den zweiten Mechanismus - das Wachstum resultiert aus 2024 aufgesetzten Projekten, also aus öffentlichen Kapitalinvestitionen.

Der Unterschied ist wichtig, weil der zweite Wachstumstyp ein Verfallsdatum hat. Sind die Trassen fertig, fällt die Kurve - es sei denn, bis dahin hält sie etwas anderes.

Was sich später zu prüfen lohnt

Die Zahl der realisierten Leistungen ist eine Zahl über Geldflüsse, nicht über fertige Bauwerke. Bei Kapitalprojekten müssen beide nicht im selben Quartal zusammenfallen.

Nikoloski sagt, es folgten noch zahlreiche Projekte, die ein ernsthaftes Wachstum des Bauwesens und damit des Bruttoinlandsprodukts bedeuten. Das stimmt in beide Richtungen - dieselbe Logik gilt umgekehrt, wenn die Projekte ausgeschöpft sind.

Das historische Quartal ist historisch. Die Frage ohne Antwort lautet heute, was das Quartal zeigen wird, wenn nicht mehr fünf Autobahnabschnitte gleichzeitig gebaut werden.