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Iran stellt sechs Bedingungen für Hormus: Das ist keine Liste zur Öffnung eines Seewegs, das ist eine ganze offene Rechnung

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Iran stellt sechs Bedingungen für Hormus: Das ist keine Liste zur Öffnung eines Seewegs, das ist eine ganze offene Rechnung

Iran wird die Straße von Hormus nicht öffnen, solange Washington sein Verhalten nicht ändert und sechs Forderungen nicht erfüllt. Die Liste verkündete Mohammad Bagher Zolghadr, Sekretär des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats, und sie ist nicht für einen Verhandlungstisch geschrieben. Sie ist geschrieben, um als Bedingung gelesen zu werden.

Erstens: ein Ende der Drohungen gegen den obersten Führer. Zweitens: dauerhafte Einstellung amerikanischer Militäroperationen gegen Iran und seine Verbündeten in der Region. Drittens: Abzug der US-See- und Luftstreitkräfte, die an dem beteiligt sind, was Teheran eine Blockade nennt. Viertens: Entschädigung für die Schäden der jüngsten Zusammenstöße. Fünftens: Aufhebung der amerikanischen Sanktionen. Sechstens: Freigabe des eingefrorenen iranischen Vermögens.

Zolghadr behauptet, die Forderungen seien der Wille des iranischen Volkes, und verweist auf Versammlungen im ganzen Land in den vergangenen sechs Tagen. Der Rat werde sie weder im Krieg noch in Verhandlungen aufgeben.

Die Vereinbarung, die auf dem Papier blieb

Es gab ein Memorandum vom 18. Juni, vermittelt von Pakistan und Katar, das die aktiven Kämpfe stoppen und breitere politische Gespräche eröffnen sollte. Die Logik war einfach: Iran öffnet Hormus, die USA heben die Seeblockade auf.

Das Memorandum wurde nicht umgesetzt. Beide Seiten werfen einander den Bruch vor. Damit wurde die Meerenge vom Handelsweg zum Hauptinstrument Teherans im Umgang mit Washington.

Sehen Sie sich die Forderungen noch einmal an. Sanktionen, eingefrorenes Vermögen, Truppenabzug, Entschädigung - das sind keine Bedingungen für die Öffnung eines Seewegs. Das ist die gesamte offene Rechnung zwischen Iran und den USA, in eine Liste gepackt und an eine Meerenge geknüpft.

Durch Hormus läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Ölexports. Wenn dieser Teil stillsteht, wartet der Preis nicht auf Diplomatie. Und deshalb hat Teheran es nicht eilig - die Zeit arbeitet für den, der den Hahn hält, nicht für den, der auf die Öffnung wartet.

Der Balkan kennt diese Szene auswendig. Wenn die Großen sich um etwas streiten, das alle brauchen, spüren jene, die nichts zu entscheiden hatten, die Veränderung zuerst. Erreicht sie uns diesmal, bevor die Gespräche enden - oder danach?