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Jasikevičius nach der Niederlage gegen Žalgiris: wir sahen aus wie ein Amateurteam

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Wenn Šarūnas Jasikevičius öffentlich gegen die eigene Mannschaft schießt, ist die Lage ernst. Nach der Niederlage von Fenerbahçe gegen Žalgiris mit 78:81 im dritten Spiel der EuroLeague-Playoffs sparte der Trainer der Türken nicht.

„Vielleicht haben wir unsere Verteidigungsphilosophie nicht verstanden. Schon gestern am Flughafen ärgerte mich die Frage, ob wir ihnen Dreier zulassen - das tun wir nicht. Heute sahen wir wirklich aus wie ein Amateurteam", sagte Jasikevičius auf der Pressekonferenz. „Als wäre Žalgiris nach Jonava (eine litauische Stadt) gekommen und hätte dort Dreier werfen dürfen."

Der Ton ist scharf, die Logik klar: Fenerbahçe hat nicht verloren, weil Žalgiris besser war - sie verloren, weil Fenerbahçe wirkte, als wüsste man nicht, was man tut. „Wir starteten gut, besonders im Angriff. Später konnten wir das Niveau nicht halten, und in der Abwehr waren wir keine Minute gut."

Die Niederlage reduziert Fenerbahçes Serienvorsprung auf 2:1. Žalgiris nutzte den Heimvorteil und bleibt in der Serie. Die Istanbuler müssen jetzt zurück nach Kaunas zum vierten Spiel am Freitag.

Für den Balkan ist das eine Geschichte mit mehreren Ebenen: Žalgiris und Litauen sind ewige Rivalen der regionalen Teams in der EuroLeague, Fenerbahçe ist ein traditioneller Favorit. Gleicht Žalgiris auf 2:2 aus, wird ein fünftes Spiel unvermeidlich - und dann ist alles möglich. Das Final Four sieht für Jasikevičius weiter weg aus.