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Leonor und Sofia vor Papst Leo XIV.: der erste Papstbesuch in Spanien seit 15 Jahren

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Papst Leo XIV. reist am 6. Juni nach Spanien. Es ist der erste Papstbesuch im Land seit 15 Jahren - Franziskus war nie dort. Das macht den Besuch nicht nur zu einem religiösen, sondern auch zu einem politischen Anlass - und der spanische Hof will ihn nicht verpassen.

Prinzessin Leonor und Infantin Sofia werden bei den beiden wichtigsten Ereignissen aktiv beteiligt sein: dem Empfang im Königspalast, wo der Papst die Behörden, Zivilgesellschaft und das diplomatische Korps trifft; und der Liturgie auf dem Cibeles-Platz in Madrid am 7. Juni. Das letzte Mal sahen wir sie vor einem Papst vor 15 Jahren - sie waren Kinder, ihr Vater noch kein König. Jetzt werden sie dort als Kronprinzessin und Zweite in der Thronfolge stehen.

Die Spanier folgen einer Strategie, die moderne europäische Monarchien definiert: die Kinder werden vor dem Papst zu „Gesichtern der Zukunft". Prinz Jacques und Prinzessin Gabriella von Monaco (12 Jahre) standen im Mittelpunkt, als Leo XIV. ihr Land im März besuchte. Prinz Charles von Luxemburg, der diese Woche sechs Jahre alt wird, war im Januar mit seinem Bruder François (2 Jahre) zur Audienz im Vatikan. Jetzt sind Leonor und Sofia an der Reihe.

Für Leser auf dem Balkan zeigt das, wie moderne Monarchien arbeiten: ein Papstbesuch ist ein diplomatisches Ereignis mit präzisem Ablauf. König Felipe VI. und Königin Letizia begrüßen ihn am Flughafen „Adolfo Suárez" um 10:30 Uhr. Liturgie auf der Cibeles. Messe in Barcelona am 10. Juni. Königin Sofía verabschiedet ihn am 12. Juni auf Teneriffa.

Jeder Schritt ist geplant. Kein Royal kommt zufällig. Wenn die künftigen Monarchen Spaniens dem Papst begegnen, wird das ein Lehrbuchbild der Diplomatie - und eine Erinnerung daran, dass moderne Monarchien nicht nur Hochzeiten sind, sondern ein gepflegtes Symbolsystem.