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Die Kadetten sind in Europas Top 16, Pelister zog Gummersbach: Der mazedonische Handball taucht wieder dort auf, wo er hingehört

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Die Kadetten sind in Europas Top 16, Pelister zog Gummersbach: Der mazedonische Handball taucht wieder dort auf, wo er hingehört

Mazedoniens Kadetten sind unter Europas besten 16, und die WM ist in Reichweite

Die U18-Kadettennationalmannschaft beendete die Gruppenphase der Europameisterschaft in Belgrad mit zwei Siegen - gegen Italien und die Türkei - und sicherte sich einen Platz unter den 16 besten Auswahlen des Kontinents. Damit ist auch der Verbleib in der Eliteklasse gesichert, das erste Ziel jeder unserer jungen Generationen. Das zweite ist größer: Ein Platz unter den besten 15 bringt das Ticket zur nächsten Weltmeisterschaft, und landet der WM-Gastgeber in dieser Gruppe, reisen alle 16 Auswahlen. Die Schützlinge von Trainer Goran Kuzmanovski spielen nun um die Plätze 9 bis 16, erster Gegner sind die Färöer. In derselben Gruppe stehen zudem Portugal, Schweden, Serbien, Österreich, Polen und Israel. Handball bleibt der Sport, in dem Mazedonien regelmäßig auf der europäischen Landkarte auftaucht - und das war nie Zufall.

Die Champions League wird von Grund auf umgebaut: 24 Teams in sechs Gruppen

Die EHF Champions League erfährt ihre größte Überarbeitung seit Jahren. Die Gruppenphase wächst von 16 auf 24 Teams, verteilt auf sechs Vierergruppen. Die ersten beiden jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein, die sich auf 12 Teams in zwei Sechsergruppen verengt; die übrigen 12 spielen in den Play-offs der EHF European League weiter. Die Fünftplatzierten der Hauptrunde fallen in die Top 16 der European League, die Letzten scheiden aus. Damit bestreiten alle Final-Four-Teilnehmer gleichermaßen 18 Spiele, statt der bisherigen Ungerechtigkeit, bei der die einen 20 und die anderen 18 spielten. Die Gruppenphase läuft vom 9. September bis 29. Oktober, die Hauptrunde bis zum 4. März 2027, das Final Four steigt am 12. und 13. Juni 2027. Mehr Teams, einfachere Rechnung - zumindest auf dem Papier.

Vardar ändert schon die Anwurfzeiten, Alkaloid ist mit Lazarov in Mavrovo

RK Vardar informierte seine Fans über Änderungen im Spielplan zweier Gruppenspiele der Champions League - das Heimspiel der zweiten Runde gegen Nantes am 16. September im Sportzentrum „Jane Sandanski” wird vom Termin um 20:45 Uhr verlegt. Spielplanänderungen vor Saisonbeginn gehören zur Folklore dieses Wettbewerbs. Bei Alkaloid wird derweil gearbeitet: Das Team unter Kiril Lazarov ist in voller Besetzung in Mavrovo, wo es die zweite Phase der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 eröffnete. Eurofarm Pelister fuhr zur Vorbereitung nach Slowenien. Drei mazedonische Klubs in drei verschiedenen europäischen Geschichten, alle drei mit Sommerplänen, die lange vor dem ersten Pflichtspielpfiff beginnen.

Eurofarm Pelister in der Gruppe mit Gummersbach, Logroño und Danzig

Die Auslosung der EHF European League der Männer setzte Eurofarm Pelister in Gruppe G, zusammen mit dem deutschen Gummersbach, dem spanischen Logroño und dem polnischen Danzig. Die Gruppenphase läuft vom 29. September bis 2. Dezember. Gummersbach ist der größte Name der Gruppe und die größte Hürde, aber vor dieser Auslosung müssen die Bitolaer nicht davonlaufen - drei Reisen und drei Heimabende in einer Halle, die weiß, wie man Druck erzeugt. Aus der Region sind zudem Nexe, Sesvete und Izviđač dabei. Der Balkanhandball taucht selten in Europas Schlagzeilen auf, ist in den Gruppenphasen aber überall. Das ist der Unterschied zwischen medialer und sportlicher Präsenz.

Dabevska geht nach Israel, Miševski nach Kroatien - der Export geht weiter

Die mazedonische Nationalspielerin Sanja Dabevska hat beim israelischen Hapoel Aschdod unterschrieben, sie kommt von Bor aus Montenegro. Der gelegentliche Nationalspieler Marko Miševski, Rückraum Mitte, setzt seine Karriere beim kroatischen Sisak fort, nach einer Station beim israelischen Maccabi Rishon. Zwei mazedonische Handballer, zwei neue Adressen in denselben wenigen Tagen. Dass unsere Spieler im Ausland Verträge finden, ist eine gute Nachricht für sie und eine Frage an die heimische Liga - warum verwirklicht sich die Spitze des mazedonischen Handballs fast immer außerhalb Mazedoniens? Ein weiteres Bild davon, wie eng die Szene ist: Im serbischen Handball zog sich der Klub Vranje 1093, in der Vorsaison Siebter, aus finanziellen Gründen aus der ARKUS-Liga zurück. Die Region spielt hervorragenden Handball mit Budgets, die keine einzige Saison überstehen.