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Vardar verlor gegen Nantes mit einem Tor Unterschied und antwortete den Fans mit Versen von Aco Šopov

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Vardar verlor gegen Nantes mit einem Tor Unterschied und antwortete den Fans mit Versen von Aco Šopov

Vardar unterlag Nantes in der „Jane Sandanski“ mit 32:33 und antwortete den Fans dann mit Aco Šopov

Das erste Heimspiel in der Champions League seit fünf Jahren - und wieder ein Tor Unterschied. Vardar startete furios, führte binnen vier Minuten 3:0, doch nach 16 Minuten lag Nantes bereits 12:8 vorn. Die zweite Hälfte blieb bis in die letzten Sekunden offen, entschieden hat ein Siebenmeter von Noam Leopold, der mit 13 Toren abschloss. Bei den Gastgebern traf Mohab Abdelhak 10-mal. Zur Pause stand es 16:15 für die Gäste - so eng war der ganze Abend. Die Halle war voll, und nach der Schlusssirene veröffentlichte der Klub ein Video von den Rängen und griff statt eines schlichten Dankes zu den Versen von Aco Šopov aus „Das lange Kommen des Feuers“. Ein Klub, der nach zwei Runden null Punkte hat und sich nach einer Niederlage mit Poesie an seine Fans wendet - das sieht man im europäischen Handball nicht oft.

Mazedonien will die EM 2034 - doch zehn weitere Verbände haben sich gemeldet

Die EHF bestätigte offiziell, dass Mazedonien zu den Verbänden gehört, die Interesse an der Männer-Europameisterschaft 2034 angemeldet haben. Die Bewerbung erfolgt gemeinsam mit Serbien und Slowenien und wurde vor einem Monat bekannt gegeben. Die Konkurrenz ist ernst zu nehmen: Interesse meldeten außerdem Österreich, Kroatien, Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Schweden und die Türkei an - insgesamt 11 Verbände, darunter die Färöer und Luxemburg, die noch nie eine EHF EURO ausgerichtet haben. Dänemark, die Niederlande, Schweden und Luxemburg bewarben sich sowohl für das Männer- als auch für das Frauenturnier. Die Männer-EM 2034 ist vom 10. bis 29. Januar angesetzt und wird erstmals eine Viertelfinalrunde haben. Frist für offizielle Bewerbungen ist der 1. März 2027, den Gastgeber bestimmt der EHF-Kongress am 18. September 2027 in Ljubljana. Mazedonien war bereits Mitausrichter einer solchen Veranstaltung - der Frauen-EM 2022 mit Slowenien und Montenegro. Acht Jahre im Voraus bewirbt sich halb Europa, und bis dahin werden drei Parlamente und mindestens ebenso viele Sportminister gewechselt haben.

Veszprém schlug die Füchse Berlin mit 35:29 im Duell der Favoriten

Die Finalisten von 2025 und 2026 verloren zu Hause. Veszprém gewann in Berlin mit 35:29, und der Schlüssel war Torhüter Emil Nielsen, der den Gästen nach 17 Minuten mit einem 5:0-Lauf sechs Tore Vorsprung verschaffte. Die Auszeit des Berliner Trainers Nicolej Krickau half nicht. Mathias Gidsel erzielte 10 Tore für die Gastgeber, Hugo Descat ebenso viele für Veszprém und war von der Siebenmeterlinie makellos. In derselben Runde holte Sporting locker den zweiten Sieg, Kielce bezwang Kolstad, und PSG gewann nach engem Kampf gegen Zagreb - Yahia Omar und Elohim Prandi erzielten zusammen 18 Tore. Gidsel spielte hervorragend und verlor erneut: Der derzeit beste Handballer der Welt steht in einem Team, das zweimal in Folge das Finale erreichte - und eröffnet die Saison mit einer Heimniederlage.

Barça rettete sich in Montpellier, Porto schlug Partizan erstmals in der Geschichte

Barcelona und Magdeburg bleiben in der Champions League ohne Punktverlust. Die Katalanen retteten in Montpellier ein 28:27, Torhüter Sergi Hernández war dabei entscheidend. Magdeburg wiederum verdarb Kriens-Luzern mit 39:29 das erste Heimspiel in diesem Wettbewerb. Am interessantesten war es in Porto, wo die portugiesische Mannschaft Partizan erstmals in der Geschichte mit 32:28 bezwang - Antonio Martínez erzielte 8 Tore, bei den Gästen Yoav Lumbroso 7. Porto führte 5:2, baute auf 13:8 aus und gab das Spiel nie aus der Hand. Für Partizan ist es die zweite Niederlage in ebenso vielen Runden. Der serbische Handball hat eine lange europäische Tradition, doch diese Tradition bringt in dieser Saison bislang nur Nullen in der Punktespalte.

Wisła Płock entschied das Drama gegen Melsungen in den letzten 20 Sekunden

Das Tor von Sergei Kosorotow zwanzig Sekunden vor Schluss bescherte Orlen Wisła Płock den ersten Saisonsieg - 25:24 gegen Melsungen. Es ist das zweite Spiel in Folge, das für die Polen mit einem Tor Unterschied entschieden wurde, nach der 26:25-Niederlage in Nantes in der ersten Runde. Am treffsichersten war Frederik Bjerre mit 9 von 9 Versuchen - eine Zahl, die allein schon alles über den Abend sagt. Melsungen führte vor der Pause 15:12, und das war der größte Abstand des gesamten Spiels. Die Gruppe, in der Vardar spielt, wird plötzlich zu einer Rechnung über die Tordifferenz statt über Siege - und das ist ein Terrain, auf dem erfahrene Teams immer im Vorteil sind.