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Wir exportieren Lebensmittel für 331 Millionen Euro und importieren für 656: ein Land mit Pelagonien und Tikveš zahlt doppelt für fremde Tische

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Wir exportieren Lebensmittel für 331 Millionen Euro und importieren für 656: ein Land mit Pelagonien und Tikveš zahlt doppelt für fremde Tische

Das Statistische Amt hat die Außenhandelsdaten für Januar bis Juli veröffentlicht. Die Exporte liegen bei 5,1 Milliarden Euro, ein Plus von 8,4 Prozent. Die Importe bei 7,2 Milliarden Euro, ein Plus von 7,9 Prozent.

Beide Zahlen wachsen. Das ist eine gute Nachricht - bis zu dem Moment, in dem man sieht, dass sie von unterschiedlichen Basen aus wachsen.

Die Importdeckung durch Exporte beträgt 70,9 Prozent. Das Handelsdefizit erreichte 2,44 Milliarden Dollar.

Eine Stelle, an der die Zahl weh tut

In sieben Monaten wog der Lebensmittelexport aus Mazedonien 331,6 Millionen Euro. Im selben Zeitraum haben wir Lebensmittel für 656,6 Millionen Euro importiert.

Doppelt so viel importierte wie exportierte Lebensmittel, in einem Land mit Pelagonien, Tikveš, dem Strumica-Tal und Ovče Pole. Das ist kein Datenpunkt über globale Trends - es ist ein Datenpunkt darüber, was wir aufgehört haben, selbst zu produzieren.

Was wir tatsächlich exportieren

Die Spitze der Exportliste ist seit Jahren gleich: Katalysatoren auf Trägern mit Edelmetallen, Zündkabelsätze für Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe, sowie Sitzteile.

Das sind Produkte ausländischer Fabriken in den technologisch-industriellen Zonen. Die mazedonische Exportstatistik ist zu großen Teilen die Statistik eines fremden Produktionszyklus, der durch unser Territorium läuft.

Die beste Bestätigung liefert die Importliste. Ganz oben stehen dort Platin und Platinlegierungen, unbearbeitet oder als Pulver. Anders gesagt: Der Rohstoff kommt als Platin herein und geht als Katalysator hinaus. Die Wertdifferenz ist unser Beitrag - real, aber kleiner, als die Exportzahl suggeriert.

Mit wem wir handeln

Deutschland, Großbritannien, China, Griechenland und Serbien machen 49,4 Prozent des gesamten Handelsvolumens aus. Die EU-Mitgliedstaaten 58,7 Prozent.

Fast drei Fünftel von allem, was dieses Land betritt und verlässt, läuft also über eine einzige Wirtschaftszone. Das ist gut, solange diese Zone handelt. Wenn Deutschland niest, spüren wir es im Quartal darauf in der Exportzahl.

Und ein Detail zum Lesen von Statistiken

Derselbe Bericht zeigt, in Dollar gelesen, ein Exportwachstum von 13,9 Prozent. In Euro gelesen 8,4 Prozent. In Denar gelesen 8,45 Prozent.

Der Unterschied ist ein Wechselkurs, keine Produktion. Wenn Ihnen das nächste Mal jemand eine Zahl zum Exportwachstum vorlegt, ist die erste Frage nicht wie viel - sondern in welcher Währung.