Skip to content

Das letzte Rohr ist aus Lešnica raus: Die Wasserkraftwerke in der Kernzone der Šar Planina sind gestoppt

1 Min. Lesezeit
Teilen
Das letzte Rohr ist aus Lešnica raus: Die Wasserkraftwerke in der Kernzone der Šar Planina sind gestoppt

Das letzte Rohr ist aus dem Tal von Lešnica herausgeschafft. Damit ist die vollständige Entfernung jener Rohrinfrastruktur abgeschlossen, die jahrelang in einem der am strengsten geschützten Gebiete des Nationalparks „Šar Planina“ lag - Material für den Bau der beiden kleinen Wasserkraftwerke „Pena 84“ und „Pena 85“.

Der Nationalpark teilte mit, die Aktion habe nicht mit dem Einsammeln der oberirdisch liegenden Rohre geendet. Auch die zuvor vergrabenen wurden ausgegraben und vollständig aus dem Gebiet gebracht. „Heute liegt auf der Trasse keine Rohrinfrastruktur mehr, weder über noch unter der Erde“, heißt es von dort.

Lešnica liegt in der streng geschützten Zone des Parks und soll Teil der künftigen Natura-2000-Gebiete und des Emerald-Netzwerks werden. Das Projekt, das sie durchschneiden sollte, war also nicht irgendwo am Rand des Parks geplant - es war in dessen Kern geplant.

Das ist der Teil, den man sich merken sollte. Jemand hat die Genehmigungen erteilt. Jemand hat die Rohre hinaufgeschafft und vergraben. Jemand hat eine Trasse in der streng geschützten Zone eines Nationalparks geöffnet, und all das lief durch Institutionen, die genau dafür existieren, das zu verhindern. Die Entfernung dauert nur deshalb, weil zuvor gebaut wurde.

Der Park erklärt, dies sei das Ergebnis eines längeren institutionellen Prozesses und der Abstimmung mit den zuständigen staatlichen Stellen. Dieser längere Prozess dauerte Jahre, und in der Zwischenzeit waren die Rohre Teil der Landschaft. Nun folgen die Wiederherstellung des Geländes und, wie es heißt, der endgültige institutionelle Abschluss der Projekte - was bedeutet, dass sie formal noch nicht abgeschlossen sind.

Es ist ein Sieg. Ein kleiner, verspäteter und teuer bezahlter, aber ein Sieg - und einer von der Sorte, die selten vorkommt, wenn es um Wasser und Strom in den mazedonischen Bergen geht. Offen bleibt, ob der Abschluss dieser beiden Projekte bedeutet, dass das nächste keine Genehmigung bekommt, oder nur, dass dieses eine wieder am Anfang steht.