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Liverpool ist seinen Sportdirektor los - nach 670 Millionen Pfund Ausgaben: Wer setzt jetzt den Kurs an der Anfield Road?

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Liverpool ist seinen Sportdirektor los - nach 670 Millionen Pfund Ausgaben: Wer setzt jetzt den Kurs an der Anfield Road?

Liverpool hat den Mann verloren, der das Geld ausgab, und Ersatz gibt es nicht

Richard Hughes ist nach zwei Jahren formal als Sportdirektor des FC Liverpool zurückgetreten, die Nachfolgersuche leitet Fenway-Sports-Group-Präsident Mike Gordon. Die Zahlen hinter diesen zwei Jahren erzählen die Geschichte: 670 Millionen Pfund für Transfers ausgegeben, darunter der britische Rekord von 125 Millionen Pfund für Alexander Isak und bis zu 123 Millionen Pfund für Bradley Barcola von Paris Saint-Germain. Er war auch der Mann, der Arne Slot anstelle von Klopp holte - einen Trainer, der in seiner ersten Saison die Premier League gewann und diesen Sommer nach Platz fünf entlassen wurde. Hughes wird nun bei Al Hilal erwartet, wo Simone Inzaghi sitzt. Also: Der Klub entließ zuerst den Trainer, den er geholt hatte, und verliert nun auch den, der den Trainer holte. Wer genau setzt den Kurs an der Anfield Road?

Álvarez wartet auf Januar, und Barcelona wartet auf Álvarez

Die Geschichte, die nicht sterben will: Julián Álvarez will weiterhin zum FC Barcelona, und sein Umfeld glaubt, Atlético Madrid werde den Spieler im Winter selbst anbieten. Der Argentinier hat einen Vertrag bis 2030, doch das öffentlich ausgesprochene „Ich will zu Barça“ hat ihn bereits etwas Konkretes gekostet - Atlético-Fans pfiffen ihn beim 2:2 gegen Villarreal aus. Gegen Sevilla (3:1-Sieg) fehlte er ganz. Barcelona bemühte sich im Sommer intensiv um ihn, nachdem Ferran Torres und Lewandowski weg waren, doch Atlético lehnte es ab, sich überhaupt mit einem heimischen Rivalen an einen Tisch zu setzen, also holten die Katalanen Gabriel Jesus von Arsenal als Übergangslösung. Mit 49 Toren und 17 Vorlagen in 107 Spielen für Atlético ist Álvarez gute Ware - doch verkauft wird hier ein Spieler, der nicht mehr dort sein will, wo er ist, und alle wissen das. Für den Klub, der Verhandlungen verweigert, geht das selten gut aus.

Auf Amorim wartet Juventus, und Milan nutzt seine Chancen nicht

Milan reist mit voller Punktzahl nach zwei Runden unter Rúben Amorim nach Turin - vier erzielte, ein kassiertes Tor. Die Stilzahlen sind noch interessanter: Zweiter der Liga bei herausgespielten Großchancen (10), Zweiter bei genauen langen Pässen hinter Meister Inter, Erster bei Sprints pro Spiel. Das ist eine Mannschaft, die läuft und Risiko geht. Das Problem: Dieselbe Mannschaft hat auch die meisten vergebenen Großchancen der Liga - acht. Juventus wiederum hat drei erzielte und null kassierte Tore, was bedeutet, dass Milan deutlich kaltschnäuziger sein muss als bisher. Die Historie ist immerhin nicht katastrophal: Nach neun Niederlagen in Folge in Turin verlor Milan nur eines der letzten sechs Duelle auf diesem Platz. Amorim hat seine Amtszeit glänzend eröffnet, aber ein glänzender Start und die eigentliche Prüfung sind zweierlei.

Elmas spielte eine Stunde, und Atalanta verlor ein gewonnenes Spiel in der Nachspielzeit

Das ist ein Spiel, das in Wiederholungen laufen wird. Atalanta ging in der 47. Minute durch Ederson in Führung und hatte im Olimpico bis zur 89. Minute alles unter Kontrolle. Dann glich Mario Hermoso in der 90. aus, und nur drei Minuten später vollendete Matías Soulé nach Vorlage von Dybala die Wende zum 2:1. Der mazedonische Nationalspieler Elif Elmas stand in der Startelf und blieb bis zur 66. Minute auf dem Feld - er verließ den Platz, als seine Mannschaft noch führte. Rom hat nach drei Runden die vollen neun Punkte und steht an der Spitze, Atalanta verbuchte die erste Niederlage. Am selben Wochenende machte Inter dasselbe mit Napoli, von zwei Toren Rückstand zum 3:2. Italien erkennt in diesem September offenbar kein Ergebnis vor dem Schlusspfiff an.

Bashkimi hat endlich ein Spiel gewonnen, doch das Tabellenende bewegt sich nicht

Nach fünf Niederlagen in Serie holte Bashkimi aus Kumanovo die ersten Punkte der Saison - 2:1 gegen Skopje, auf der Anlage des Fußballverbands. Da Silva traf in der ersten Halbzeit, Murati in der zweiten, und Neuzugang Ali Adem gab den „Piraten“ in der 69. Minute die Hoffnung zurück. Ein erster Sieg ist ein erster Sieg, doch Kumanovo bleibt weiterhin am Tabellenende - was bedeutet, dass diese drei Punkte keine Wende sind, sondern der Beginn einer vielleicht kommenden. Den Unterschied zwischen beidem macht die nächste Runde, nicht diese. Und dass ein Spiel der höchsten Liga auf dem Platz des Verbands statt in einem Vereinsstadion stattfindet, sagt mehr über den Zustand des mazedonischen Fußballs als jede Tabelle.