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Übernachtungen sind 7,1 Prozent teurer als im Vorjahr: Der Durchschnitt der Gastronomie verbirgt, welcher Posten wirklich wehtut

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Übernachtungen sind 7,1 Prozent teurer als im Vorjahr: Der Durchschnitt der Gastronomie verbirgt, welcher Posten wirklich wehtut

Übernachtungen verteuerten sich im August um 7,1 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres. Das ist die Zahl, die man aus den neuesten Daten des Staatlichen Statistikamts herausziehen sollte - und sie liegt fast doppelt so hoch wie der durchschnittliche Anstieg im gesamten Gastgewerbe.

Insgesamt sind gastronomische Dienstleistungen im August im Jahresvergleich 3,7 Prozent teurer. Gegenüber Juli beträgt der Anstieg 0,6 Prozent. Die Preise sind also nicht gesprungen - sie hören nur nicht auf zu steigen, Monat für Monat.

Was wie stark stieg

Den größten Monatsanstieg im August verzeichneten Getränke: alkoholische und alkoholfreie je 1,5 Prozent. Speisen in gastronomischen Betrieben verteuerten sich um 0,5 Prozent, Übernachtungen um 0,4 Prozent gegenüber Juli.

Das Jahresbild ist ein anderes und dramatischer. Übernachtungen liegen 7,1 Prozent höher, alkoholfreie Getränke 3,6, alkoholische 3,5 und Speisen 2,9 Prozent.

Von Jahresbeginn bis August stiegen die Preise für alkoholische Getränke am stärksten - 6 Prozent -, Speisen sind 4,9 Prozent teurer. Kumuliert sind gastronomische Dienstleistungen im Zeitraum Januar bis August 3 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum, gegenüber Dezember 2025 beträgt der Anstieg 1,3 Prozent.

Wer die Rechnung für die Übernachtung zahlt

Die Übernachtung ist der Posten, der den einheimischen Verbraucher vom Touristen trennt - und genau er steigt am schnellsten. Für einen Gast von außerhalb sind 7,1 Prozent ein Unterschied, der meist nicht einmal auffällt. Für einen Haushalt aus Štip oder Prilep, der drei Nächte am Ohridsee möchte, ist es eine reale Rechnung mit realer Folge: entweder kürzer bleiben oder gar nicht fahren.

Das ist auch der Grund, warum Durchschnittszahlen täuschen. „Gastronomie um 3,7 Prozent teurer“ klingt moderat. Doch wenn diesen Durchschnitt der Kaffee trägt, der wenig teurer wurde, und die Übernachtung ihn zieht, die doppelt so stark stieg, zahlt der einheimische Gast die teuerste Komponente.

Das sind Preise für etwas, das keine Pflicht ist. Niemand muss auswärts übernachten, niemand muss sich in ein Lokal setzen. Genau deshalb sagt dieser Index mehr über den Lebensstandard aus als viele andere - er misst, wie sehr Menschen es sich noch leisten können, nicht zu Hause zu sein. Wiederholen sich die sieben Prozent bei Übernachtungen auch in der nächsten Saison, ist die Frage, wo einheimische Gäste Urlaub machen, keine Geschmacksfrage mehr.