Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?
25.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Bei der Feier zum 9. Mai - dem Tag des Sieges über den Faschismus und dem Europatag - wiederholte Ministerpräsident Hristijan Mickoski, was seine politische Plattform als Fundament hat: "Mit Identität werde ich niemals handeln. Ehre hat keinen Preis, und ich werde dem Staat nie Schaden zufügen." Ein Satz, bei dem das halbe Land nickt, und die andere Hälfte schmunzelt - weil sie ihn von allen Vorgängern bereits gehört hat.
Der Kontext zählt. Mickoski tritt in einem Moment auf, in dem die Opposition ihm vorwirft, den EU-Integrationsweg zu blockieren, während seine eigene Koalition argumentiert, alles sei Teil einer internen Verteidigung gegen neuen Druck für Verfassungsänderungen. Der Ministerpräsident nimmt eine mittlere Position ein - "Europa ist unser einziger Weg, aber wir müssen über Lösungen sprechen, mit denen wir vorankommen, nicht solche, die künftige Generationen belasten."
Mickoski sagte: "Europa ist Glaube an Menschenwürde, an Demokratie, an Rechtsstaatlichkeit, an Respekt für Unterschiede und an das Recht jedes Volkes, seinen eigenen Weg zu wählen." Eine Rhetorik, die in europäischen Hauptstädten vertraut klingt und die wir im Alltag mehrfach hören - selten begleitet von konkreten institutionellen Schritten.
Die Frage, die Mickoski nicht beantwortet: Was heißt "Weg nach vorn" in diesem Moment konkret? Bulgariens Druck für Verfassungsänderungen ist konkret. Der französisch-slowenische Vorschlag für eine neue Formel ist ein Dokument. Mickoski spricht in Prinzipien - in der Praxis ist das eine Politik der Verzögerung. Die Frage des Bürgers: Ist die Verzögerung Strategie oder nur ein Weg, einen weiteren politischen Zyklus zu überleben?
Bislang ist unsere Position nur in einer Sache klar - es wird keine Verfassungsänderungen ohne die spanische Formel geben. Was danach kommt, entscheiden Wahlen, Verhandlungen und Druck. Wie in jedem politischen Sommer auf dem Balkan - alle versprechen Identität, wenige haben die Kraft, sie zu verteidigen.
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