Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?
25.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Während die Erwachsenen auf dem Balkan kaum eine gemeinsame Sprache finden, fanden die Kinder sie in Ohrid. In der Stadt, die man „Balkan-Jerusalem" nennt, fand ein achttägiges orthodoxes Kinderlager mit 65 Kindern aus Mazedonien, Serbien, dem Kosovo und Metohija sowie aus der Republika Srpska statt - gemeinsam, unter einem Dach, mit einem Ziel.
Das Lager, das bis zum 29. Juni dauerte, wurde vom Verein „Frieden, Eintracht, Stabilität" aus Skopje organisiert. Die Kinder besuchten Ohrids bedeutendste Heiligtümer - die Kirche des Heiligen Kliment von Ohrid, das Kloster Sveti Naum, Sveti Jovan Bogoslov in Kaneo und Sveti Pantelejmon auf Plaošnik - und das Programm umfasste auch Workshops zu Töpferei, Kunst und Volksbräuchen.
Gesegnet wurde das Lager vom Metropoliten von Debar und Kičevo, Georgij, der betonte, es gebe „keinen besseren Ort als Ohrid", damit junge Menschen im Glauben wachsen. Die Vereinsvorsitzende Maja Denkovska erklärte die Mission: „Wir arbeiten daran, Völker über ihre geistigen Werte zu verbinden, über den Glauben und die Orthodoxie" - und stiften Freundschaften über regionale Grenzen hinweg.
In einer Region, in der die Politik die Menschen meist entlang von Nation und Grenze trennt, wirkt ein solches Bild fast wie eine Ausnahme. Kinder aus vier verschiedenen Umfeldern verstehen sich, ohne dass ihnen jemand beibringt, wer wessen Feind sein soll. Vielleicht ist genau das die größte Lehre - dass die Trennlinien der Erwachsenen nicht angeboren, sondern erlernt sind. Und was erlernt wird, lässt sich auch wieder verlernen.
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