Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?
25.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Reform, die bessere Renten bringen sollte, erweist sich als Falle für jene, die am meisten an sie geglaubt haben. Der Gouverneur der Nationalbank, Trajko Slaveski, warnt, dass bis zu 70 bis 80 Prozent der Versicherten in der zweiten Rentensäule bei ihrer Pensionierung nicht einmal die Mindestrente erreichen werden - und Rettung beim staatlichen Fonds PIOM suchen müssen.
Wie kam es so weit? Als die zweite Säule im Jahr 2000 unter Druck der Weltbank eingeführt wurde, wurde ein Drittel der Rentenbeiträge von PIOM zu privaten Rentengesellschaften umgeleitet. „Ein Drittel der Mittel, die in PIOM eingezahlt wurden, ging an private Rentenunternehmen", sagt Slaveski. Die Folge wird sich ab etwa 2030-2032 bemerkbar machen, wenn die Ersten über dieses System in Rente gehen.
Die Zahlen hinter den privaten Fonds sind vernichtend. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 wurden 11 Millionen Euro an Gebühren kassiert, davon rund 5 Millionen reiner Gewinn - eine Gewinnmarge über 50 Prozent. Zwei Drittel des Defizits im Rentensystem stammen laut Gouverneur genau aus der Umleitung in die zweite Säule.
Das ist schon einmal im Kleinen passiert: 2019 wurden rund 16.500 Frührentner aus der zweiten Säule samt Beiträgen von etwa 40 Millionen Euro an PIOM zurückgeführt. Nun wird erwartet, dass sich das in weit größerem Umfang wiederholt.
Die Lehre ist bitter und vertraut. Eine als moderne Lösung verpackte Reform mit Versprechen höherer Renten kassierte am Ende Gebühren von den Bürgern und ließ ihnen Renten unter dem Minimum. Und wenn das System zusammenbricht, sucht man die Rettung erneut bei genau dem Staat, den die Reform entlasten sollte. Wer haftet für 26 Jahre Fehlkalkulation - oder, wie üblich, niemand?
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