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Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?

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Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?

Als sich in Bitola nur drei Schüler für die Agrarschule einschrieben, blieb das Problem nicht lokal - es erreichte die Bildungsministerin. Vesna Janevska erklärte, mit mehr Einsatz der Lehrer ließen sich Schüler in den entsprechenden Bildungswegen halten, machte aber zugleich deutlich, dass das Gesetz eingehalten werden müsse: „Wir können nicht zulassen, dass eine Klasse mit nur drei Schülern existiert."

Die Ministerin betonte, ihre Worte seien keine Kritik an den Lehrern, sondern ein Aufruf zum Handeln. „Wenn ich sage, dass Lehrer Einsatz zeigen müssen, kritisiere ich sie nicht - ich bitte sie, etwas zu tun, um unsere Kinder an den richtigen Orten zu halten", sagte Janevska. Nötig sei direkte Kommunikation mit den Schülern, die die Grundschule abschließen - ihnen zu erklären, was Landwirtschaft ist, was sie lernen werden und welche Berufschancen es gibt.

Das Bild ist größer. Pelagonien ist eine der Hochburgen der mazedonischen Landwirtschaft und braucht junge Menschen für die Entwicklung, betonte die Ministerin und verwies auf Schulen, die vom Ende der Rangliste zu bekannten Adressen wurden - dank des Engagements ihrer Lehrer. Die Idee ist klar: Junge Leute sollen begreifen, wie sich mit Wissen die Landwirtschaft modernisieren lässt.

Dennoch prallen hier zwei Wahrheiten aufeinander. Die eine: Ein Lehrer kann inspirieren. Die andere: Kein Lehrer kann im Alleingang ein Fach retten, das seit Jahren an niedrigen Löhnen, Unsicherheit und Abwanderung zerbricht. Wenn die Agrarklasse in Bitola nur drei Schüler hat, lautet die Frage nicht, ob die Lehrer sich genug anstrengen - sondern warum ein Kind überhaupt eine Zukunft in einem Fach wählen sollte, das der Staat selbst seit Jahrzehnten vernachlässigt. Schreibt sich niemand ein, zieht die Klasse nächstes Jahr ins Regionalzentrum. Und mit ihr zieht ein weiteres Stück Zukunft aus der Stadt.