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Der digitale Euro kommt bis 2029: Werden ihn auch die Mazedonier nutzen können - und wer schaut hinein?

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Der digitale Euro kommt bis 2029: Werden ihn auch die Mazedonier nutzen können - und wer schaut hinein?

Die Europäische Union ist in die Endphase der Einführung des digitalen Euro eingetreten, der bis 2029 Realität werden soll. Und obwohl es nach einem Thema für die Eurozone klingt, betrifft die Frage auch uns direkt - werden ihn auch die Mazedonier nutzen können?

Der digitale Euro ist eine digitale Version der bestehenden Währung, ausgegeben und garantiert von der Europäischen Zentralbank. Er kommt nicht, um Bargeld und Banken zu ersetzen, sondern um sie zu ergänzen. Das Ziel ist klarer, als es scheint - Europas Abhängigkeit von ausländischen, vor allem amerikanischen Zahlungssystemen zu verringern, die heute über 60 Prozent der Kartentransaktionen beherrschen.

Für Mazedonien sei die Übernahme „praktisch unvermeidlich", heißt es. Heimische Banken werden höchstwahrscheinlich zu Vermittlern, über die Bürger per App auf digitale Geldbörsen zugreifen. Die Vorteile wären greifbar: schnellere und billigere internationale Transaktionen, einfachere Zahlungen auf Reisen, schnellere Geldtransfers aus dem Ausland und niedrigere Kosten für Exportunternehmen.

Parallel dazu hat auch Mazedonien über einen eigenen digitalen Denar nachgedacht. 2024 nannte der Premier das „vorerst nur eine Idee", wenn auch mit Optimismus, das Land könne in der Region vorangehen; die Nationalbank begann bereits 2022 mit einer vorläufigen Analyse.

Die offene Frage ist jene, die sich stets hinter dem technischen Fortschritt verbirgt: Wer kontrolliert die Daten? Digitales Geld bedeutet auch eine digitale Spur für jeden gekauften Kaffee. Die Bequemlichkeit ist real, aber auch das Risiko der totalen Überwachung. Bevor wir der neuen Währung hinterherlaufen, lohnt die Frage - wer schaut hinein, während wir bezahlen?