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Nach 19 Jahren Chaos hat das Verfassungsgericht die Straßennamen von Tetovo annulliert

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Nach 19 Jahren Chaos hat das Verfassungsgericht die Straßennamen von Tetovo annulliert

Nach fast 19 Jahren doppelter Namen auf den Straßen hat das Verfassungsgericht die Entscheidung annulliert, mit der der Rat der Gemeinde Tetovo 2007 die Straßen, Plätze, Brücken und öffentlichen Gebäude der Stadt umbenannt hatte. Der Grund ist so einfach wie die Entscheidung selbst alt - die Gemeinde tat dies ohne Zustimmung der Regierung, die das Gesetz verlangt.

Das Ergebnis dieser Inkonsequenz erleben die Bürger von Tetovo jeden Tag: Gemeindedokumente verwendeten die einen Namen, staatliche Dokumente - Personalausweise, Pässe - die anderen. Neunzehn Jahre Verwaltungschaos, weil ein Rat allein entschied, ohne das Verfahren zu Ende zu führen.

Zu den strittigen Umbenennungen gehörten der Boulevard und Platz „Marschall Tito“ zu „Ilirija“, die Straße „JNA“ zu „Dervish Cara“ und die Straße „29. November“ zu „Mehmet Pascha Derala“. Die Verfassungsinitiative reichten im Februar 2025 Darijan Sotirovski und der Verband der Kämpfer aus dem Volksbefreiungskrieg - Tetovo ein.

Hinter Straßennamen stand schon immer Politik, das ist nirgendwo auf dem Balkan ein Geheimnis. Aber der Kern dieser Entscheidung ist nicht, welcher Name „richtig“ ist - sondern dass keine Behörde, ob lokal oder zentral, das Verfahren überspringen und die Bürger 19 Jahre lang mit zwei Wahrheiten in zwei verschiedenen Dokumenten leben lassen darf. Wer wird für diese zwei verlorenen Jahrzehnte antworten?