Janevska fordert mehr Einsatz der Lehrer für die Agrarschule - aber kann ein Lehrer im Alleingang ein Fach retten, das der Staat vernachlässigt hat?
25.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Statt einer weiteren Kaffeerunde über Schlaglöcher und herumliegenden Müll griffen einige Prilep-Bürger zu Besen und Farbe und fingen an, selbst aufzuräumen. Die Bürgerinitiative „Mein Prilep" existiert erst seit wenigen Tagen, hat aber bereits über 1.000 Follower gesammelt und - was wichtiger ist - vom Reden zum Handeln gewechselt.
Die Ergebnisse sind sichtbar und konkret. Im Hof des Kindergartens „Goce Delčev" reparierte die Gruppe eine alte, abgenutzte Rutsche, mit Material und Arbeit von Spendern. Im Internat „Orde Čopela" befreite ein von Ilija Angelski geführtes Team das überwucherte Gestrüpp und den angehäuften Abfall, und die Kommunalarbeiter holten anschließend das vorbereitete Material ab - das Ergebnis: ein völlig verwandelter Hof.
Die Botschaft der Initiative ist einfach und entwaffnend ehrlich: „genug Kaffeegeplauder, es ist Zeit zu handeln". Keine Versammlungen, keine Petitionen, keine politischen Strukturen - die Leute gingen einfach raus und arbeiteten, in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Betrieb. Der nächste Schritt ist eine App, über die Bürger Probleme melden, den Nahverkehr in Echtzeit verfolgen und eigene Initiativen einreichen können.
Es ist leicht, über „noch eine Facebook-Gruppe" zu spotten. Aber wenn Institutionen jahrelang wenig tun und Bürger selbst anpacken, was ihnen gehört, lautet die Frage nicht, ob das jedes Problem löst - sondern warum es die Bürger sein mussten, die anfingen. „Mein Prilep" ist kein Ersatz für die Stadtverwaltung; es ist ein leiser Tadel an sie. Und wenn ein Hof und eine Rutsche mit purem Willen in wenigen Tagen instand gesetzt werden können, was wartet dann seit Jahrzehnten in der Schlange?
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