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OPEC+ dreht den Ölhahn für Juli auf: 188.000 Barrel pro Tag mehr - kommt es bis zur Zapfsäule?

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OPEC+ dreht den Ölhahn für Juli auf: 188.000 Barrel pro Tag mehr - kommt es bis zur Zapfsäule?

Sieben OPEC+-Staaten drehen wieder am Ölventil. Laut den Ankündigungen bereitet die Gruppe ab Juli eine Produktionssteigerung von 188.000 Barrel pro Tag vor - derselbe Schritt wie im Vormonat, etwas weniger als die Erhöhungen im April und Mai. Die Entscheidung ist technisch, kann aber die Preise an der Zapfsäule direkt berühren.

Die Logik ist auf dem Papier einfach: mehr Öl am Markt bedeutet Druck auf fallende Preise. Doch der Ölmarkt läuft längst nicht mehr allein nach Angebot und Nachfrage - er reagiert auf jede Spannung im Nahen Osten, jede Konfliktdrohung, jede Nachricht, die nach Instabilität riecht. Deshalb kann eine Produktionssteigerung als gute Nachricht verkündet werden, während der Preis keinen Cent fällt.

Ein Teil der Anpassung kommt, heißt es, auch aus Änderungen im Produktionsstatus der Vereinigten Arabischen Emirate innerhalb des OPEC+-Quotensystems. Mit anderen Worten - hinter jeder Zahl steckt eine interne Rechnung zwischen Mitgliedsstaaten, die nicht immer dieselben Interessen teilen.

Für den mazedonischen Fahrer läuft die ganze Geopolitik auf eine Frage hinaus: was die Anzeige an der Zapfsäule sagen wird. Und hier ist die bittere Wahrheit - wird Öl auf dem Weltmarkt teurer, springt der Preis bei uns noch in derselben Stunde; wird es billiger, kommt es irgendwie immer zu spät. Die OPEC+-Erhöhung ist eine Nachricht für die Weltbörsen, aber ob sie bei uns als Entlastung ankommt - das ist eine ganz andere, viel ältere Geschichte.