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Wir dürfen nicht nur in der Auswanderung vereint sein - alle Formen der Radikalisierung müssen klar verurteilt werden

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Jede Form der Radikalisierung, unabhängig davon, woher sie kommt, gegen wen sie gerichtet ist oder unter welchem Vorwand sie sich rechtfertigt, muss klar und unmissverständlich verurteilt werden. Radikale Botschaften, das Schüren von Spaltungen und das Schaffen einer Konfrontationsatmosphäre bringen keine Lösungen - sie vertiefen nur das Misstrauen und schwächen das gesellschaftliche Gefüge zusätzlich.

In einem Land, das seit Jahren mit ernsten Herausforderungen ringt, ist das Letzte, was es braucht, eine neue Welle von Spaltungen und Konflikten. Anstatt die Energie auf das Schaffen von Spannungen zu lenken, sollte sie auf das Lösen der Probleme gerichtet werden, die alle Bürger spüren - unabhängig von ethnischer, religiöser oder politischer Zugehörigkeit.

Heute ist das vielleicht Einzige, in dem sich alle wiedererkennen, Enttäuschung und Auswanderung. Tausende junger Menschen, Familien und Fachkräfte verlassen Nordmazedonien auf der Suche nach besserem Leben, besseren Bedingungen und größerer Sicherheit. Das ist der größte Alarm für die Gesellschaft.

Wir können nicht nur im Verlassen Nordmazedoniens vereint sein. Die einzige gemeinsame Geschichte darf nicht das Einweg-Ticket sein. Was nötig ist, ist Einheit um die Zukunft, um das Schaffen von Bedingungen für Leben, Arbeit, Gerechtigkeit und Perspektive.

Statt Radikalisierung sind Vernunft und Verantwortung gefragt. Statt Spaltungen eine gemeinsame Vision. Und statt darüber zu konkurrieren, wer lauter Spannungen schüren kann, ist es Zeit, darum zu konkurrieren, wer mehr dazu beiträgt, dass die Jungen bleiben und die Weggegangenen zurück wollen.

Nordmazedonien darf nicht ein Land bleiben, das die Menschen nur in Enttäuschung und Auswanderung vereint. Es muss wieder ein Ort werden, der sie in Hoffnung und Zukunft vereint.