Vergiftete Salami mit Lanate neben einem Kinderspielplatz in Kisela Voda: Ein Gramm tötet einen Menschen
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Der Streamingdienst Deezer hat ein kostenloses Tool veröffentlicht, das Playlists auf 20 beliebten Plattformen scannt und aufdeckt, welche Songs von künstlicher Intelligenz stammen. Das Tool arbeitet in 27 Sprachen und deckt Spotify, Apple Music, SoundCloud, YouTube Music und andere ab - mit einfacher Logik: Du wählst einen Dienst, gewährst Zugriff auf eine Playlist und bekommst eine Liste, wie viel deiner Musik tatsächlich ein Algorithmus geschrieben hat.
Die Zahlen hinter der Entscheidung erklären, warum jemand ein solches Tool brauchte. Laut Deezer sind ganze 44 Prozent der täglich auf die Plattform hochgeladenen Songs KI-generiert - das sind fast 75.000 neue künstliche Titel pro Tag, über zwei Millionen im Monat. Die Flut ist real, auch wenn sie noch nicht laut ist.
Hier kommt der interessantere Teil. Obwohl so viel hochgeladen wird, macht künstliche Musik nur 1 bis 3 Prozent des gesamten Hörens aus. Und von diesem Hören sind rund 85 Prozent als betrügerisch markiert - Bots, die Titel in Endlosschleife abspielen, um dem System Geld zu entziehen, keine echten Hörer. Das ist keine Kunst, die ein Publikum fand, sondern eine Maschine, die von einer anderen Maschine stiehlt.
„Durch das Erkennen und Kennzeichnen von KI-Musik im vergangenen anderthalb Jahr war Deezer an der Spitze der Transparenz im Streaming", sagt CEO Alexis Lanternier. Ein Satz, der nach Marketing klingt, doch dahinter steckt ein realer Unterschied im Vorgehen: Während Spotify und Apple Music solche Titel nur kennzeichnen, nimmt Deezer sie aus den Empfehlungen und aus den redaktionellen Playlists.
Das Unternehmen bietet seine Technologie auch Konkurrenten an und erwägt strengere Regeln gegenüber den Lieferanten solcher Musik. Die Frage, die über der ganzen Branche hängen bleibt, ist einfacher, als sie aussieht: Wenn fast die Hälfte der neuen Musik eine Maschine schreibt, was hören wir überhaupt, wenn wir Kopfhörer aufsetzen - und wer verdient daran?
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