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Orosi: Das Tal in Costa Rica, wo sich das Wasser seit 1743 selbst erwärmt

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Orosi: Das Tal in Costa Rica, wo sich das Wasser seit 1743 selbst erwärmt

Es gibt Orte, die nicht verlangen, dass man sie versteht - nur dass man sie fühlt. Das Tal Orosi in Costa Rica, rund vierzig Kilometer von der Hauptstadt San José entfernt, ist einer davon. Verborgen zwischen tropischem Wald und grünen Bergen, birgt es geothermische Quellen, die seit 1743 fließen, mit über 70 Grad heißem Wasser, das direkt aus der Erde steigt. Hier erwärmt sich die Natur selbst, ohne einen einzigen Kessel.

Das Herz des Ortes bilden sieben Becken mit Temperaturen zwischen 34 und 39 Grad, reich an über zehn Mineralien, die der Haut guttun sollen. Man badet in warmem Mineralwasser und blickt dabei auf einen Vulkan und ein Tal voller Grün. Für die Haut gibt es auch Behandlungen mit Mineralschlamm, und ringsum leben Pferde, Schafe, Pfauen - ein Hof, der einen in einen Rhythmus zurückholt, der langsamer ist als der gewohnte.

Doch Orosi ist nicht nur ein Becken mit warmem Wasser. Es gibt auch die Kaffee-Tour - eine fünf Kilometer lange Wanderung durch den Berg, dem Kaffee gewidmet, der Kultur, die Costa Rica auf der Weltkarte hält, mit riesigen Skulpturen am Weg. Im Restaurant isst man traditionelle costa-ricanische Küche, während über 225 Vogelarten über einem fliegen, Kolibris darunter. Und nur etwa fünfzig Kilometer entfernt liegt der Vulkan Irazú, der höchste aktive Vulkan des Landes, über 3.400 Meter.

Der Eintritt kostet etwa 57 Euro für einen ganzen Tag und umfasst Handtücher, eine Garderobe und eine Schlammbehandlung. Für unsere Geldbeutel ist es nicht billig, und nah ist es auch nicht - aber nicht jeder Ort muss erreichbar sein, damit es sich lohnt zu wissen, dass er existiert. Costa Rica verkauft seine Natur seit langem als größte Ressource, und Orosi ist der Beweis, warum das funktioniert. Manchmal ist der beste Luxus jener, den das Land nur dort lassen muss, wo er ist.