Studeničani: 35-Jähriger stirbt durch Stromschlag beim Autowaschen mit dem Hochdruckreiniger
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Es gibt Orte, an denen Geschichte nicht in einem Buch gelesen, sondern unter den Füßen zertreten wird. Die chinesische Stadt Xi'an ist einer davon - einstige Hauptstadt zahlreicher Dynastien, Ausgangspunkt der Seidenstraße und Heimat einer der größten archäologischen Entdeckungen der Menschheit.
Der größte Grund, hierher zu kommen, liegt etwa zwanzig Kilometer von der Stadt entfernt vergraben: die Terrakotta-Armee. Tausende Soldaten, Pferde und Streitwagen, vor über 2.200 Jahren aus Ton gefertigt, geschaffen, um das Grab des ersten chinesischen Kaisers, Qin Shi Huang, zu bewachen. Jeder Soldat hat ein einzigartiges Gesicht - keiner gleicht dem anderen. Und das Unglaublichste? Die gesamte Armee blieb unter der Erde verborgen, bis 1974 einfache Bauern beim Brunnengraben zufällig auf sie stießen. Jahrhunderte der Stille, unterbrochen von einem einzigen Spatenstich.
Xi'an selbst ist ein lebendiges Museum. Die Altstadt ist von 14 Kilometern Mauer aus der Ming-Dynastie umgeben - einer der besterhaltenen der Welt. Drinnen brummt das muslimische Viertel vor Märkten und Essensständen, und das alte Gao-Haus bewahrt ein traditionelles Schattentheater, eingetragen im immateriellen Erbe der UNESCO. Abends verwandelt sich die Stadt in eine Bühne, wo Besucher kaiserliche Gewänder tragen, inspiriert von der Tang-Dynastie.
Für den Balkan-Reisenden, der an europäische Ziele gewöhnt ist, wirkt China fern und unerreichbar. Aber genau diese Ferne ist der Punkt - das ist kein Ort, den man sieht, um ihn von einer Liste zu streichen, sondern um zu begreifen, wie alt die Welt ist und wie klein wir in ihr sind. Die Terrakotta-Armee stand 22 Jahrhunderte still und wartete darauf, dass jemand sie entdeckt. Manche Reisen verlangen nicht, dass man sie versteht - nur, dass man vor ihnen steht und verstummt.
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