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Öl über 110 Dollar, Sprit wieder teurer: Warum spüren wir es zuletzt, wenn die Welt billiger wird?

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Öl über 110 Dollar, Sprit wieder teurer: Warum spüren wir es zuletzt, wenn die Welt billiger wird?

Wenn das Öl an den Weltbörsen steigt, spürt es der Geldbeutel des mazedonischen Autofahrers sofort. Ein Barrel Brent stieg über 110 Dollar, das US-Rohöl über 107 - ein Anstieg, angetrieben von den Spannungen im Nahen Osten und der Instabilität der Märkte. Und bei uns bedeutet das in der Regel nur eines: eine Verteuerung an der Zapfsäule.

Seit dem 7. Juli gelten neue Preise. Eurosuper BS-95 kostet 85,5 Denar pro Liter, BS-98 liegt bei 87,5 und Diesel bei 82,5 Denar - mit einer Erhöhung von 2,50 Denar für Diesel und einem Denar für die Benzine. Die Referenzpreise auf Weltebene stiegen deutlich - die Benzine um über 2,5 Prozent, der Diesel um über 5 Prozent. Die Energieregulierungsbehörde sagt, der Preis folge nur der Marktdynamik.

Das Problem ist: Fällt das Öl, kommt die Senkung bei uns langsam und zaghaft - steigt es aber, kommt die Verteuerung sofort und in vollem Umfang. Hinzu kommt die Schwächung des Denar gegenüber dem Dollar um etwa 1,5 Prozent, was den Energieimport zusätzlich unter Druck setzt. Also zahlen wir doppelt - einen höheren Ölpreis und einen schwächeren Denar.

Für ein Land ohne eigenes Öl ist die Abhängigkeit vom Weltmarkt eine Realität, der man nicht entgehen kann. Doch die Art, wie diese Abhängigkeit an den Bürger weitergegeben wird - schnell hinauf, langsam hinunter - ist eine Frage der Politik, nicht der Geologie. Jeder Liter, der teurer wird, bedeutet auch teureren Transport, teureres Essen, teureres alles. Die Frage, die der Autofahrer an jeder Zapfsäule stellt, bleibt dieselbe: Warum spüren wir es zuletzt, wenn die Welt billiger wird?