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Die Paprika-Vereinbarung hielt vier Tage: Bauern wollten schriftliche Garantien, bekamen eine Pressekonferenz

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Die Paprika-Vereinbarung hielt vier Tage: Bauern wollten schriftliche Garantien, bekamen eine Pressekonferenz

Die Vereinbarung über die Ankaufspreise für Paprika hielt vier Tage. Mehr nicht. Danach fiel der Ankauf in der Region Strumica wieder auf rund 25 Denar pro Kilo zurück, und die Fabriken kündigten zusätzlich neue, niedrigere Preise an. Deshalb sind für morgen, den 25. August, um 11 Uhr vor der Regionalstelle des Landwirtschaftsministeriums in Strumica eine große Bauernversammlung und Blockaden angekündigt.

Abfahrt ist für 10:15 Uhr angesetzt, und die Landwirte werden aufgerufen, nach Möglichkeit mit Landmaschinen zu kommen. Die Organisatoren betonen, dass es sich um einen friedlichen Bauernprotest ohne Parteihintergrund handelt.

Die Forderung, die nicht erfüllt wurde

Das wichtigste Detail der ganzen Geschichte ist, was bei dem Treffen geschah, auf dem die Preise vereinbart wurden. Die Landwirte forderten schriftliche Garantien, dass die Fabriken die vereinbarten Preise und Klassifizierungen einhalten. Solche Garantien bekamen sie nicht.

Stattdessen bekamen sie ein öffentliches Wort. Laut ihrer Mitteilung antwortete der Minister auf die Frage, wie garantiert werde, dass die Preise eingehalten werden, nach dem Treffen finde eine Pressekonferenz statt, auf der die vereinbarten Preise öffentlich bekanntgegeben würden - und damit eingehalten werden müssten.

Die Pressekonferenz fand statt. Die Preise hielten vier Tage. Der Unterschied zwischen einer Unterschrift und einer Aussage vor Kameras zeigte sich erneut in brutaler Form.

Wo der Staat stehenbleibt

Die Landwirte sagen, sie hätten sich fünf Tage lang öffentlicher Äußerungen enthalten und seien in ständigem Kontakt mit Landwirtschaftsminister Borce Serafimovski gewesen, der die Vereinbarung vermittelt hatte. Die Lage vor Ort meldeten sie rechtzeitig und mehrfach, damit eingegriffen werden konnte, solange es noch etwas zu retten gab. Ein Eingreifen blieb aus.

In der Mitteilung heißt es, der Landwirt sei in eine organisierte Hetzjagd einiger Fabriken getrieben worden, die über sein Schicksal entscheiden, während Staat und Institutionen als stumme Zuschauer danebenstehen. Die Bewertung ist ihre, aber die Fakten, auf denen sie beruht, sind überprüfbar: eine Vereinbarung ohne schriftliche Garantie, vier Tage Einhaltung, und kein einziger Mechanismus, der danach angesprungen wäre.

In diesem Jahr, sagen sie, seien Qualität und Klassifizierung der Paprika von Seiten der Landwirte auf dem höchsten Stand bisher. In den Verhandlungen half das nicht, weil die Verhandlungen nie über Qualität geführt wurden.

Die Landwirte fordern den Minister auf, an dieselbe Stelle in Strumica zu kommen, von der aus er vor neun Tagen die Erklärung über die erzielte Einigung abgab. Das ist eine vernünftige Forderung. Wenn sein Wort für eine Pressekonferenz reichte, reicht es auch für einen zweiten Besuch - diesmal ohne Kameras, und mit den Leuten, die darauf warten, ob sie den Winter überhaupt überstehen.