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Modeltochter, die den Laufsteg ablehnt: Anja Louise ist achtzehn geworden und arbeitet an Musik

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Modeltochter, die den Laufsteg ablehnt: Anja Louise ist achtzehn geworden und arbeitet an Musik

Anja Louise Ambrosio Mazur wurde am 24. August achtzehn Jahre alt. Sie ist die Tochter von Alessandra Ambrosio, einem der bekanntesten Models ihrer Generation - und genau deshalb ist es interessant, dass ihre erste öffentliche Entscheidung lautete, diesen Weg nicht zu gehen.

Sie strebt nicht auf die Laufstege. Sie arbeitet an Musik und Schauspiel, mit einer eigenen Band als Hauptprojekt. Beim Coachella trat sie mit acht Jahren auf, bei einem Konzert von Devendra Banhart, während ihr Vater Jamie Mazur Gitarre spielte. Das ist kein Kind, das für ein Foto auf die Bühne gestellt wurde - das ist ein Kind, das in einem Musikhaushalt aufwuchs und das behalten hat.

Eine Garderobe, die bewusst nicht nach der Mutter aussieht

Ihr Stil ist von dem geprägt, was er ablehnt. Kein roter Teppich, keine Abendpracht. Stattdessen: Caprihosen mit engen Zip-Tops, Ballerinas, Minikleider in romantischen Prints. Schwarz ist die Grundfarbe, und die Ästhetik ist das, was die Mode Y2K nennt - Silhouetten vom Jahrhundertbeginn, gelockert, ohne Anstrengung.

Es gibt auch Kombinationen, die bewusst nicht zusammenpassen: ein Bikinioberteil mit rosa langer Hose, am Knöchel umgeschlagen, und schwarze Sandalen. Das ist die Garderobe eines Menschen, der sich für sich selbst anzieht, nicht für das Objektiv.

Die formelle Seite zeigte sie beim siebzehnten Bravo-Filmfestival in Los Angeles, wo sie mit ihrer Mutter und mit Buck Palmer erschien, der sich kürzlich mit Alessandra verlobt hat. Sie trug ein schwarzes Neckholder-Kleid mit klaren Linien und ohne ein einziges überflüssiges Detail.

Die Modebranche benutzt seit Jahrzehnten die Formel „zweite Generation“ als Erfolgsgarantie - die Tochter eines Models ist ein fertiges Produkt mit bereitstehendem Publikum. Anja Louise macht vorerst etwas anderes: Sie nutzt die geerbte Sichtbarkeit, um sie auf eine Arbeit zu richten, die nichts mit dem zu tun hat, was sie sichtbar machte. Ob die Branche ihr diese Wahl lässt oder sie weiter auf den Laufsteg ruft, bis sie nachgibt, werden die nächsten Saisons beantworten.