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Putin nannte Selenskyjs Warnung „Staatsterrorismus“ und erklärte, mit Terroristen werde nicht verhandelt

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Putin nannte Selenskyjs Warnung „Staatsterrorismus“ und erklärte, mit Terroristen werde nicht verhandelt

Wladimir Putin hat endlich auf Wolodymyr Selenskyjs Ankündigung reagiert, ukrainische Drohnen würden immer häufiger über Russland fliegen - und die Reaktion war nicht diplomatisch. „Wenn das laut ausgesprochen wird, dann ist das schlicht die Ankündigung von Staatsterrorismus“, sagte der russische Präsident vor Journalisten in Bischkek, nach dem Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit.

Dann verband er die Aussage mit den Friedensverhandlungen, und zwar mit einem Satz, der alle Türen auf einmal schließt: Russland verhandelt nicht mit Terroristen. Und er fügte eine Warnung hinzu - „wenn, Gott bewahre, solche Tragödien geschehen, werden wir Wege finden zu antworten“.

Was hat Selenskyj tatsächlich gesagt? Dass er Fluggesellschaften, Versicherer und alle Nutzer des russischen Luftraums warne, ukrainische Drohnen würden immer häufiger über Russland operieren. Seine Formulierung war vorsichtig: „Die Ukraine bedroht die Zivilluftfahrt als solche nicht... der russische Luftraum wird de facto geschlossen sein.“ Er betont, die Ukraine ziele auf militärische Ziele und die Infrastruktur der Kriegswirtschaft, nicht auf Passagierflugzeuge.

Wer dort noch fliegt

Europäische und amerikanische Fluggesellschaften haben den russischen Luftraum längst verlassen. Chinesische, türkische und emiratische Airlines fliegen jedoch weiter über Russland, und genau deren Passagiere spricht Selenskyj eigentlich an. Risikoeinschätzungen für 2026 gehen davon aus, dass es nahezu sicher täglich ukrainische Drohnenangriffe immer tiefer auf russischem Gebiet geben wird.

Darin liegt das eigentliche Problem solcher Warnungen. Wenn ein Staat Versicherern mitteilt, der Himmel über einem anderen Staat sei nicht mehr sicher, bedeutet das in der Praxis: Kommerzielle Flüge werden teurer, umgeleitet oder eingestellt. Das ist keine Militäroperation - das ist wirtschaftlicher Druck mit militärischen Mitteln. Und er wirkt, ohne dass eine einzige Rakete abgefeuert wird.

Putin wiederum kündigte an, die russischen Streitkräfte hätten den Befehl zu „massiven Schlägen“ gegen die ukrainische Energieinfrastruktur erhalten, als Antwort auf ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien. Auch diese Runde endet also so, wie jede beginnt - beide Seiten beschießen die Generatoren und Raffinerien der anderen, und im November sitzen Haushalte ohne Strom da, nicht Generalstäbe.

Wie oft muss sich derselbe Zyklus wiederholen, bis jemand einräumt, dass „die Antwort auf den Angriff“ längst keine Antwort mehr ist, sondern ein Terminplan?