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Trump lehnte Kiews Bitte um Starlink-Drohnen ab: Die Verteidigung eines Staates hängt von der Erlaubnis eines anderen ab - und die Verbindung von einem einzigen Mann

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Trump lehnte Kiews Bitte um Starlink-Drohnen ab: Die Verteidigung eines Staates hängt von der Erlaubnis eines anderen ab - und die Verbindung von einem einzigen Mann

Kiew bat um Erlaubnis, mit Starlink ausgerüstete Drohnen für Angriffe auf russisches Territorium einzusetzen. Washington sagte nein. Laut „Financial Times”, die sich auf mit der Lage vertraute Quellen beruft, lehnte US-Präsident Donald Trump die Bitte ab.

Die Bitte war konkret: Drohnen mit Starlink-Ausrüstung gegen Startrampen ballistischer Raketen, bis 200 Kilometer tief in Russland. Nicht unbegrenzt, nicht gegen Städte - gegen die Startrampen. Der Grund dahinter ist noch konkreter: Der Ukraine fehlen Abfangraketen für die Luftverteidigung.

Warum es nicht genug Raketen gibt

Hier reicht die Geschichte über die Ukraine hinaus. Nach Angaben der Quellen der Zeitung bat Wolodymyr Selenskyj Trump und andere Partner um mehr Abfangraketen - doch deren Einsatz im Nahen Osten, auch während des US-Krieges mit dem Iran, verschärfte die globale Knappheit an Raketen amerikanischer Produktion.

Lesen Sie diesen Satz noch einmal. Die Lager sind nicht wegen schlechter Logistik oder Bürokratie leer. Sie sind leer, weil dieselben Raketen bereits an einer anderen Front verbraucht wurden. Es gibt eine endliche Zahl von Abfangraketen auf der Welt, und es gibt mehr Kriege, als diese Zahl abdeckt - das heißt, jemand entscheidet, wer sie bekommt.

Deshalb schlug Selenskyj Elon Musk vor, der Ukraine zu erlauben, Starlink auf Langstreckendrohnen bis 200 Kilometer Tiefe zu nutzen, was Startinfrastruktur für ballistische Raketen, Kontrollsysteme und weitere Objekte abdecken würde. Wenn der Staat dir nicht genug Abwehrraketen geben kann, verhandelst du mit einem Unternehmen über die Erlaubnis, dessen Netz zu nutzen - und zwar für Operationen gegen ein militärisches Ziel eines anderen Staates.

Die Antwort, die keine Antwort war

Trump gab beim Treffen mit Selenskyj keine klare Antwort. Nach Angaben der Anwesenden im Oval Office unterstützte er den Plan nicht. Es wurde nicht per Dokument abgelehnt und nicht offiziell mitgeteilt - es wurde schlicht nicht unterstützt, und das genügt in der Diplomatie vollkommen.

Die technische Logik hinter der ukrainischen Bitte ist unstrittig. Mit Starlink ausgerüstete Drohnen nutzen das Satellitennetz von SpaceX für eine stabilere Verbindung zu den Operatoren über größere Entfernungen als herkömmliche Funkkanäle und sind dabei weniger anfällig für übliche Signalstörungen. Solche Drohnen haben sich auf dem Schlachtfeld in der Ukraine bereits als wirksam erwiesen, und Analysten schätzen, dass sie jenseits der ukrainischen Grenze zur Jagd auf russische Raketenstartsysteme eingesetzt werden könnten.

Die Frage ist also nicht, ob die Technologie funktioniert. Die Frage ist, wer die Erlaubnis erteilt - und genau da wird diese Geschichte interessanter als ein weiterer Bericht von der Front. Die Verteidigungsfähigkeit eines Staates im Krieg hängt von der Entscheidung eines anderen Staates ab und seine Kommunikationsfähigkeit von der Entscheidung eines einzigen Mannes, dem ein Satellitennetz gehört. Das ist die neue Architektur der Macht, und sie steht in keinem Vertrag.

Denkt irgendjemand auf dem Balkan ernsthaft darüber nach, was es bedeutet, wenn morgen die Verteidigung eines Staates davon abhängt, ob ein Privatunternehmen den Zugang zu seinem eigenen Netz genehmigt?