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72 Stunden, Militärhubschrauber und Freiwillige aus halb Mazedonien: Das Feuer am Pelister war gelegt

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72 Stunden, Militärhubschrauber und Freiwillige aus halb Mazedonien: Das Feuer am Pelister war gelegt

Zweiundsiebzig Stunden. Drei durchwachte Nächte. Ein Teil der Einsatzkräfte war mehr als 48 Stunden ohne Unterbrechung wach. So lange dauerte es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das seit dem 29. August die Prespa-Seite des Pelister hinaufkroch - und so lange dauerte es, sichtbar zu machen, wie viele Menschen und wie viel Technik hier zusammenkommen müssen, damit ein Nationalpark nicht abbrennt.

Der Nationalpark „Pelister“ teilte mit, es habe sich um einen der komplexesten Brände dieser Saison auf mazedonischem Gebiet gehandelt. Der Wald, durch den sich das Feuer bewegte, besteht überwiegend aus Schwarz- und Weißkiefer - eine Art, die schnell und heftig brennt und wenig Verhandlungsspielraum lässt. Das schwierige, unzugängliche Gelände und die ungünstige Witterung waren die andere Hälfte des Problems.

Die Liste dessen, was nötig war, um die Kontrolle zu erlangen, lohnt sich ganz: Einheiten des Nationalparks „Pelister“, die territoriale Feuerwehr aus Bitola, die Feuerwehr Resen, Gerät der kommunalen Betriebe von Bitola, das Unternehmen „Strežovo“, Kräfte der Direktion für Schutz und Rettung, die Freiwilligen Feuerwehren „Arhangel“ und Kočani, Hubschrauber der Luftwaffenstaffel der Armee und Löschflugzeuge der Direktion. Dazu private Unternehmen und Freiwillige, die laut Nationalpark rund um die Uhr im Einsatz waren.

Das ist nahezu die gesamte verfügbare Brandbekämpfungskraft des Staates, auf einen einzigen Ort gerichtet. Der Park benennt offen, worin die eigentliche Schwierigkeit lag: die Koordination vieler Kräfte auf relativ kleinem Raum, in unzugänglichem Gelände, während gleichzeitig vom Boden und aus der Luft gearbeitet wird. Nicht das Löschen - das Abstimmen.

„Das Unmögliche wurde möglich, weil alle ununterbrochen vor Ort waren“, heißt es aus dem Nationalpark, verbunden mit besonderem Dank an den Direktor der Direktion für Schutz und Rettung, Stojanče Angelov, für die Koordination der zusätzlichen Kräfte.

Und dann kommt der Satz, der die ganze Geschichte verändert: Das Feuer gilt als gelegt. Drei Tage Mobilisierung von Militärhubschraubern, Löschflugzeugen, vier Feuerwehren und Freiwilligen aus dem halben Land - für etwas, das höchstwahrscheinlich mit einer menschlichen Entscheidung begann.

Der Pelister ist dieses Jahr davongekommen. Es bleibt die Frage, die kein Hubschrauber löscht: Wer hat das Feuer gelegt, und wird dafür jemand zur Rechenschaft gezogen - oder geht auch dieser Wald als weiterer Brand mit unbekanntem Anfang in die Statistik ein?