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Victoria Beckham kehrte nach fast dreißig Jahren in dasselbe Hotel zurück: was oben auf dem Hügel über Portofino ist, das der Hafen unten nicht hat

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Victoria Beckham kehrte nach fast dreißig Jahren in dasselbe Hotel zurück: was oben auf dem Hügel über Portofino ist, das der Hafen unten nicht hat

Portofino ist klein. Der Hafen, die Kirche San Giorgio, das Castello Brown und ein paar Wege in den Naturpark - das ist alles. Und genau deshalb gibt es dort eine sehr klare Teilung: Ab zehn Uhr morgens drängt sich unten am Hafen die Touristenmenge, während oben auf dem Hügel, hinter einer Kurve, ein Hotel liegt, in das seit Jahrzehnten dieselben Menschen mehrmals im Leben zurückkehren.

In diesem Sommer waren Nicole Kidman und die Beckhams im Splendido. Kidman wurde am Pool fotografiert und schloss sich eines Abends der spielenden Band an, mit einem Tamburin in der Hand. Sie kam nach Ibiza und London nach Italien, in Begleitung des amerikanischen Geschäftsmanns Michael Rheinstein. Das ist die Sorte Nachricht, die einen Tag kursiert und vergessen wird. Interessanter ist die zweite.

David und Victoria Beckham waren Mitte August dort, mit ihren Kindern Cruz und Harper. Sie wählten genau dieses Hotel, weil sie dort 1997 einen ihrer ersten gemeinsamen Urlaube verbrachten - damals war die Beziehung noch nicht öffentlich. Victoria holte die Erinnerung mit einem Foto und einem Satz in die sozialen Netzwerke zurück: „Wieder in Portofino, wo alles begann, 1997. Ich liebe dich, David.“ Aus eben diesem heimlichen Urlaub entstand später das Parfum Portofino '97, eines der bekanntesten ihrer Kosmetiklinie. Also: Fast drei Jahrzehnte später kehrt ein Mensch an denselben Ort zurück und zahlt für dieselbe Aussicht.

Das ist interessanter als das Etikett „Hotel der Stars“. Die Gästeliste ist lang - Ava Gardner, Clark Gable, Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Madonna. 1964 machte Richard Burton Elizabeth Taylor genau in diesem Hotel einen Heiratsantrag. Aber das Gemeinsame ist nicht der Ruhm, sondern die Rückkehr. Manche kommen wegen des Ortes wieder, andere, weil sie schon dort waren.

Das Gebäude hat eine ältere Biografie als seine Gäste. Bevor es Hotel wurde, war es im 16. Jahrhundert ein Benediktinerkloster und danach eine Privatresidenz. Als Unterkunft eröffnet es 1902, als Portofino gerade erst in die Routen ausländischer Reisender geriet. Damit ein Ort also aussieht, als wäre er „schon immer so“ gewesen, muss etwas hundert Jahre lang ohne Unterbrechung funktionieren.

2025 öffnete das Hotel nach einer großen Renovierung des Designers Martin Brudnizki wieder - mehr Farbe, botanische Wandbilder, ligurisch inspirierte Möbel und ein Salzwasserpool mit Blick auf die Bucht. Hinzu kam ein Dior Spa, das erste ständige Spa der Marke in Italien. Zur Wiedereröffnung versammelte Belmond Gäste wie den Schauspieler Jeff Goldblum, der mit seiner Jazzband auftrat, und die frühere serbische Tennisspielerin Ana Ivanović; das Hotel hat einen Tennisplatz mit Blick auf die ligurische Küste, eines seiner Markenzeichen.

Gäste müssen den ganzen Tag nicht aus der Anlage: La Terrazza ist das Hauptrestaurant mit lokaler Küche auf einer Terrasse über der Bucht, Splendido Grill die entspanntere Variante, und Baratta Sedici übernimmt die Cocktails. Wer hinaus will - eine private Bootsfahrt entlang der Küste, Kajak bei Sonnenuntergang mit Aperitif, ein Besuch beim Leuchtturm oder auf dem Biohof La Portofinese im Naturpark. Es gibt auch Kurse in Pesto-Zubereitung, Pizza und Tennis.

Doch der eigentliche Unterschied zwischen Portofino besuchen und dort übernachten ist banal und zutreffend: Wenn sich der Hafen am späten Vormittag füllt, genügt es, den Hang hinaufzugehen, damit der Lärm unten bleibt. Dafür zahlt man in Ligurien tatsächlich - nicht für die Aussicht, sondern für die Stille über eben dieser Aussicht.