Skip to content

Nach 72 Stunden und drei schlaflosen Nächten ist der Brand auf dem Pelister unter Kontrolle - doch das Modell hinter diesem Erfolg trägt nicht

1 Min. Lesezeit
Teilen
Nach 72 Stunden und drei schlaflosen Nächten ist der Brand auf dem Pelister unter Kontrolle - doch das Modell hinter diesem Erfolg trägt nicht

Zweiundsiebzig Stunden ununterbrochener Einsatz vor Ort und drei Nächte an der Feuerlinie. So lange dauerte es, den Brand auf dem Pelister unter Kontrolle zu bringen, teilte die öffentliche Einrichtung „Nationalpark Pelister“ mit.

Direktor Ivancho Toshevski spricht von einem der komplexesten Brände dieser Saison im Land - Wald mit vorherrschender Schwarz- und Rumelischer Kiefer, schwer zugängliches Gelände und ungünstige Witterung. Die Schwarzkiefer auf dem Pelister ist kein gewöhnlicher Wald. Die Rumelische Kiefer wächst dort, wo sie auf dem Balkan kaum irgendwo wächst.

Wer im Einsatz war

Die Liste der Beteiligten zeigt, wie ernst der Einsatz war. Einheiten des Nationalparks „Pelister“, die Territorialfeuerwehren aus Bitola und Resen, Gerät der kommunalen Betriebe der Gemeinde Bitola und des Unternehmens „Strezhevo“, Löschkräfte der Direktion für Schutz und Rettung, die Freiwilligen Feuerwehren „Arhangel“ und Kochani, Hubschrauber des Luftwaffenwings der Armee und Löschflugzeuge der Direktion.

Dazu etwas, das selten in offizielle Mitteilungen gelangt - eine große Zahl privater Unternehmer und Freiwilliger, pausenlos im Einsatz.

Aus dem Nationalpark heißt es, die Koordination so vieler Kräfte auf relativ kleinem Raum, in unzugänglichem Gelände, während gleichzeitig Operationen am Boden und aus der Luft liefen, sei eine außerordentlich ernste Herausforderung gewesen. Ein guter Teil der Einsatzkräfte blieb mehr als 48 Stunden wach.

„Das Unmögliche wurde möglich“ - und genau das ist das Problem

Der Satz aus der Mitteilung lautet: „Das Unmögliche wurde möglich, weil alle ohne Unterbrechung vor Ort waren.“ Das ist ehrlich und verdient. Es ist zugleich die Beschreibung eines Systems, das über die Erschöpfung von Menschen funktioniert und nicht über Ausrüstung und Planung.

Wenn der Erfolg von Freiwilligen abhängt, die zwei Tage nicht schlafen, ist das kein Modell, das sich jeden Sommer wiederholen lässt. Und ein Sommer mit Bränden auf dem Pelister ist längst keine Ausnahme mehr.

Der Nationalpark dankte dem Direktor der Direktion, Stojanche Angelov, für die Unterstützung und die Koordination der zusätzlichen Kräfte und appelliert an die Bürger, sich in der Natur verantwortungsvoll zu verhalten, um neue Brände zu verhindern.

Der Pelister wurde dieses Mal gerettet. Die Frage, die in den Mitteilungen nicht gestellt wird, ist, wie oft er sich noch so retten lässt.