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Drei Zutaten und ein Schritt, den alle machen, wenn sie es nicht sollten: die Kokospyramiden, die Franzosen von Kindesbeinen lernen

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Drei Zutaten und ein Schritt, den alle machen, wenn sie es nicht sollten: die Kokospyramiden, die Franzosen von Kindesbeinen lernen

Drei Zutaten. Kokosraspel, Zucker und Eiweiß. Das ist die ganze französische Süßigkeit namens rochers coco - wörtlich „Kokosfelsen“ -, geformt zu kleinen unregelmäßigen Pyramiden, die nur an den Spitzen goldbraun gebacken werden. In Frankreich ist das ein Dessert mit Kindheitsgeschmack, eines von denen, die man mit Kindern macht, weil es nichts gibt, was schiefgehen kann.

Bei uns gibt es einen nahen Verwandten davon, und Sie fragen sich vermutlich schon, wozu Sie die französische Variante brauchen. Der Unterschied ist real, wenn auch klein. Spanische Cocquitos werden oft mit einem ganzen Ei gemacht, also samt Dotter, und mit Zitronenschale aromatisiert; sie werden mit einem Spritzbeutel dressiert, häufig in Papierförmchen. Der französische Rocher wird von Hand geformt, daher die rustikale, leicht unregelmäßige Gestalt. Beide Rezepte stammen aus derselben Geschichte - der Ankunft der Kokosnuss in Europa über den Kolonialhandel -, aber keines ist aus dem anderen entstanden. Sie entwickelten sich parallel.

Für 18 bis 20 Stück brauchen Sie: 200 g Kokosraspel, 150 g weißen Zucker, 100 g Eiweiß (etwa drei Eiweiß mittelgroßer Eier), etwas Salz und, wenn Sie mögen, einen Teelöffel Vanilleextrakt. Vanille ist in der klassischen Version nicht Pflicht.

Heizen Sie den Ofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vor und legen Sie ein Blech mit Backpapier aus. Geben Sie das Eiweiß in eine größere Schüssel, dazu Zucker und etwas Salz. Das Eiweiß wird nicht geschlagen - genau diesen Schritt machen alle verkehrt herum, also dann, wenn er nicht sein soll. Rühren Sie nur mit dem Schneebesen, bis sich der Zucker zu einer gleichmäßigen Masse gelöst hat. Hier kommt die Vanille dazu, falls Sie sie verwenden.

Dann arbeiten Sie die Kokosraspel langsam mit einem Teigschaber ein, bis alles durchfeuchtet ist. Anfangs wird es viel zu feucht wirken, und hier beginnt das zweite Problem: Man gerät in Panik und gibt noch Kokos dazu. Geben Sie nichts dazu. Lassen Sie die Masse 15 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, die Kokosraspel nehmen die Feuchtigkeit von selbst auf. Fertig ist sie, wenn sie feucht und kompakt ist, aber die Form hält, sobald Sie sie in der Hand zusammendrücken. Zerfällt sie, braucht sie mehr Zeit - nicht mehr Kokos.

Nehmen Sie mit leicht angefeuchteten Händen Portionen von 25 bis 30 Gramm. Drücken Sie jede fest zwischen den Handflächen zusammen und formen Sie ein kleines Häufchen oder eine runde Pyramide mit unebener Oberfläche. Sie müssen nicht gleich aussehen - genau das ist der Sinn dieser Süßigkeit. Setzen Sie sie mit einigen Zentimetern Abstand aufs Blech.

Backen Sie 12 bis 16 Minuten bei 170 Grad. Fertig sind sie nach der Farbe, nicht nach der Zeit: Spitzen und Außenkanten sollen deutlich gebräunt sein, das Innere blass und feucht bleiben. Warten Sie, bis alles bräunt, bekommen Sie ein trockenes Gebäck. Nehmen Sie das Blech heraus, lassen Sie sie fünf Minuten darauf stehen und setzen Sie sie dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Gitter. Nach Wunsch etwas Kokos darüber.

Das Ganze dauert weniger als eine halbe Stunde, und die Hälfte davon ist Warten, bis die Masse geruht hat. Wenn Kinder im Haus sind, ist dies ein Rezept, bei dem sie den schwersten Abschnitt übernehmen - das Formen - und besser abschneiden als Sie, denn hier ist die Unebenheit ein Vorteil.