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Das Boot fährt in den Krater eines Vulkans, und die Fische fliehen nicht vor Menschen: die Inseln mit einer täglichen Besucherquote

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Das Boot fährt in den Krater eines Vulkans, und die Fische fliehen nicht vor Menschen: die Inseln mit einer täglichen Besucherquote

Fünfzig Kilometer vor der Küste von Castellón, mitten im offenen Mittelmeer, liegt ein Felsring, der von außen wie eine halbe Insel aussieht. Er ist keine Hälfte. Er ist das, was von einem Vulkankrater übrig blieb - und das Boot, das einen hinbringt, fährt buchstäblich in ihn hinein.

Die Columbretes sind vier Inselgruppen: Illa Grossa, la Ferrera, la Foradada und el Carallot. Zusammen umfassen sie neunzehn Hektar Land. Die Caldera ist fast 800 Meter breit, die Einfahrt der Bucht 340 Meter. Die vulkanische Aktivität, die all das schuf, ist zwischen 1,3 Millionen und 300.000 Jahre alt, und das unterseeische Vulkanfeld darunter erstreckt sich über 90 mal 40 Kilometer, in 80 bis 90 Metern Tiefe.

Nur eine Insel ist offen, und das mit Quote

Anlanden ist ausschließlich auf Illa Grossa erlaubt, mit einer täglichen Besucherquote und rationierten Aufstiegen, die die Regionalverwaltung genehmigt. Das ist kein touristischer Einfall für Exklusivität - es ist der Grund, warum der Ort noch so aussieht, wie er aussieht.

Griechen und Römer nannten sie Ophiusa und Colubraria - Schlangeninseln, weil sie buchstäblich voll davon waren.

Der Leuchtturm und die Einsamkeit

Der Bau des Leuchtturms begann im Oktober 1856, in Betrieb ging er drei Jahre später, mit französischer Optik, deren Licht bis zu 21 Seemeilen reichte. Menschen lebten dort jahrzehntelang - bis 1975, als Solarpaneele eine dauerhafte menschliche Präsenz überflüssig machten. Da blieb die Insel leer.

Was unter Wasser liegt

Seit 1988 sind die Columbretes ein Naturpark, das erste Schutzgebiet der Provinz Castellón, später auch Meeresreservat mit zusätzlichem europäischem Schutz. Das Ergebnis von fast vierzig Jahren Schutz ist sofort sichtbar: Die Meeresböden gehören zu den besterhaltenen im Mittelmeer, und große Zackenbarsche schwimmen an Tauchern vorbei, ohne zu fliehen. Fische, die nicht vor Menschen fliehen, sind der direkteste Beleg dafür, dass dort seit Jahrzehnten niemand gefischt hat.

An Land lebt die Columbretes-Eidechse, ein Endemit mit einem Körper von fünf bis sechs Zentimetern. Darüber - Eleonorenfalke, Korallenmöwe, Sturmschwalbe und Kormoran.

Warum man das wissen sollte

Diese Insel ist der Beweis, dass eine Quote funktioniert. Fünfzig Kilometer vor der Küste, kein einziges Hotel, ein tägliches Personenlimit - und nach vier Jahrzehnten gehört das Meer darunter zu den gesündesten im gesamten Mittelmeer. Wird bei uns, am Ohrid- oder am Prespasee, diese Rechnung überhaupt aufgemacht, wenn es um Besucherzahlen geht?