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Eine weiche kleine Tasche mit hundert Jahren dahinter: die Pouch ist wieder ein Sommerhit

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Eine weiche kleine Tasche mit hundert Jahren dahinter: die Pouch ist wieder ein Sommerhit

Weich, formlos, fast als hätte man sie vor dem Hinausgehen in der Hand zusammengedrückt - die sogenannte „Pouch”-Tasche ist wieder ein Sommerhit. Und während sie aussieht wie etwas gerade Erdachtes, hat diese Form in Wahrheit ein ganzes Jahrhundert Geschichte hinter sich.

Kleine Handtaschen ohne feste Konstruktion trugen die Damen der Oberschicht schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und ihren Höhepunkt erreichten sie in der goldenen Ära Hollywoods, als Audrey Hepburn und Grace Kelly sie zum Symbol der Eleganz machten. Die klassische „Clutch” wurde mit der Zeit weicher und verwandelte sich in die heutige aufgeblähte, zerknitterte, rahmenlose Tasche. Bottega Veneta setzte diese Ästhetik mit ihren Ledermodellen durch, und Saint Laurent, Loewe, Chloé und Jil Sander folgten.

Praktisch liegt ihr Reiz darin, dass sie einen ganzen Tag mit einem einzigen Look übersteht - vom Büro bis zum Abendessen genügt es, die Schuhe oder die Ohrringe zu wechseln. Die Sommerversionen sind aus Raffia, Faden und Naturfasern geflochten und sind die perfekte Begleitung zu Leinenkombinationen, Kleidern und Kaftanen.

Wir wollen nicht lügen - es ist ein Stück, das die Modeindustrie uns erneut als „leisen Luxus” verkauft, während es in Wahrheit dieselbe Form ist, die seit hundert Jahren kreist. Doch genau darin liegt der Vorteil: Statt einem Trend hinterherzujagen, der in einem Monat verglüht, ist dies eine Tasche, die jeden Sommer gleich gut aussieht. Manchmal ist die klügste Mode jene, die sich weigert, sich zu ändern.