Oberster Gerichtshof: Kamčev hat kein Recht auf 1,5 Millionen Euro im Reket-Fall - Rechtsfälle werden geschlossen, das Geld bleibt im Nebel
02.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Europa hat die Gespräche mit Moskau abgebrochen und glaubt, damit Entschlossenheit gezeigt zu haben. Edi Rama, Albaniens Premierminister, denkt anders - und er sagte es laut auf einer der einflussreichsten Wirtschaftskonferenzen Europas. Europa hat einen großen strategischen Fehler gemacht, indem es jeden Kanal zu Russland abgebrochen hat, erklärte Rama auf dem Wirtschaftsforum von Delphi in Griechenland. Die Worte kamen ruhig, ohne Drama - aber der Treffer saß.
Rama verteidigte nicht Putin. Er sprach von Realpolitik - jener Art praktischer Diplomatie, in der Europa einst Meister war und die es jetzt offenbar vergessen hat. Das Argument ist einfach: Wenn Europa den endgültigen Ausgang des Krieges in der Ukraine beeinflussen will, muss es im Dialog mit allen Parteien bleiben. Jede Woche des Schweigens ist eine weitere Verringerung dieses Einflusses.
Rama betonte auch, dass Russland eine dauerhafte geopolitische Macht bleibt - unabhängig davon, wie und wann der Konflikt endet. Das Land wird nicht verschwinden, Putin oder jemand nach ihm wird da sein, und Europa wird mit ihnen sprechen müssen. Die einzige Frage ist, ob Europa Verhandlungspartner oder Zuschauer sein wird.
Auf der Sicherheitsseite öffnete Rama auch das Thema amerikanischer Militäroperationen von albanischem Territorium aus und sagte, Tirana würde so etwas erlauben, wenn Washington Luftabwehrsysteme bereitstellt. Das ist keine kleine Aussage. Das ist Albanien, das sich klar positioniert - nicht nur rhetorisch, sondern auch militärisch.
Wird Europa zuhören? Oder wird es weiter glauben, dass die Isolierung Russlands ein Sieg an sich ist? Auf dem Balkan kennen wir dieses Gefühl gut - wenn jemand vernünftig spricht und niemand zuhört, und dann überrascht fragen, warum die Dinge schlecht gelaufen sind.
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