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Die härtesten Sanktionen der Geschichte: Washington verlangt von der Welt, Partei zu ergreifen - die eigentliche Botschaft gilt Peking

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Die härtesten Sanktionen der Geschichte: Washington verlangt von der Welt, Partei zu ergreifen - die eigentliche Botschaft gilt Peking

Wenn der Finanzminister der größten Volkswirtschaft der Welt sagt, es folgten „die härtesten Sanktionen der Geschichte”, ist das keine Drohung. Es ist ein Terminplan. Scott Bessent sagte es vor Kameras, kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit den konkreten Maßnahmen an und fügte einen Satz hinzu, der keinen Spielraum lässt: „Entweder ihr seid mit uns oder ihr seid gegen uns.”

Die Formel ist nicht neu. Wir hörten sie schon 2001, und damals teilte dieser Satz binnen Monaten die ganze Welt in zwei Lager. Der Unterschied: Diesmal wird keine Armee verlangt, sondern eine Unterschrift - wer hört auf, iranisches Öl zu kaufen, und wer nicht.

Bessent beschreibt einen doppelten Ansatz: Blockade plus ein Sanktionsregime, härter als alles, was Teheran bisher ausgehalten hat. Das Ziel sei die Destabilisierung des iranischen Regimes - und wirtschaftlicher Druck, behauptet er, solle den Bedarf an einer großen Militäroperation senken. Anders gesagt: Hunger wirkt schneller als Bomben und verlangt keine Särge am Flughafen.

China ist der wahre Adressat

Der interessanteste Teil betrifft nicht den Iran. Auf chinesische Geschäftsbeziehungen zu Teheran angesprochen, sagte Bessent, private Gespräche wären am wirksamsten - und nannte sofort die Zahl, die alles erklärt: China bezieht 50 Prozent seiner Energie aus der Golfregion. Das ist keine Anmerkung, das ist eine Erinnerung daran, wer wen an der Kehle hat.

Denn Sanktionen ohne Peking sind ein Blatt Papier. Iran lebt seit fast einem halben Jahrhundert unter irgendeiner Form wirtschaftlicher Restriktionen - ununterbrochen, seit 1979 und der Islamischen Revolution. Wenn siebenundvierzig Jahre Sanktionen das Regime nicht stürzten, was genau soll das achtundvierzigste bewirken?

Die Antwort: Diesmal ist das Ziel nicht Iran allein, sondern alle, die mit ihm handeln. „Entweder ihr seid mit uns oder gegen uns” gilt nicht Teheran - Teheran steht längst auf der anderen Seite. Es gilt allen anderen, auch jenen, die keinerlei Wunsch haben, sich zu entscheiden.

Und der Balkan kennt diesen Satz auswendig. Jedes Mal, wenn die Großen sich zerstreiten, bekommen die Kleinen einen Fragebogen und eine Frist. Die Frage ist nicht, ob wir dafür oder dagegen sind - die Frage ist, warum die Entscheidung wieder jemand anderes trifft.