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12.04.2026
Während das Weiße Haus seit Monaten wiederholt, das iranische Militär sei „fast zerstört", erzählen Satellitenbilder eine andere Geschichte. Eine Analyse des Faktencheck-Dienstes der BBC zeigt, dass Iran seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges 20 amerikanische Militäranlagen im Nahen Osten beschädigt hat - mit einem Schaden, weit größer als Washington zugegeben hat.
Die Zahlen gehören zu jenen, die nicht in die offiziellen Mitteilungen passen. Laut der Analyse traf Teheran seit Ende Februar zentrale Militäranlagen in acht Ländern - Saudi-Arabien, den VAE, Katar, Kuwait, Irak, Jordanien, Bahrain und Oman. Unter den Beschädigten: drei der modernsten Raketenabwehrbatteriesysteme und Tankflugzeuge zum Auftanken in der Luft. Einzelne Analysten schätzen die Zahl der getroffenen Stützpunkte auf bis zu 28.
Da ist auch das Detail, das am meisten über das wahre Ausmaß sagt: Das Hochhöhen-Abwehrsystem THAAD kostet rund eine Milliarde Dollar pro Batterie, und die USA betreiben weltweit nur acht davon. Jeder abgefeuerte Abfangjäger kostet etwa 12,7 Millionen Dollar. Ein ehemaliger Kommandeur erklärte, diese Netze seien „sehr komplex" und ließen sich nicht „schnell oder leicht ersetzen". Wenn etwas derart Teures beschädigt wird, ist das keine Fußnote.
Iran wiederum nutzte genau die entgegengesetzte Logik - billige, leicht ersetzbare Drohnen für Angriffe auf teure Ziele. Laut Bericht wurden seit Februar mindestens 42 Fluggeräte beschädigt oder zerstört, darunter Kampfjets F-15 und F-35, 24 Drohnen MQ-9 Reaper und ein Erdkampfflugzeug A-10. Eine klassische Asymmetrie: Die eine Seite gibt Milliarden aus, die andere Hunderttausende - und auf einem Satellitenbild sieht das Ergebnis überraschend ähnlich aus.
Es gibt auch einen Schritt, der für sich Aufmerksamkeit verdient. Laut BBC baten die USA das Unternehmen Planet, eine „unbefristete" Beschränkung neuer Satellitenbilder des Iran und eines großen Teils des Nahen Ostens einzuführen. Die Begründung - damit sie nicht von „gegnerischen Akteuren" genutzt werden. Doch wenn eine Seite die Aufnahmen ausgerechnet der eigenen beschädigten Stützpunkte einschränkt, stellt sich die Frage von selbst: Was genau ist auf diesen Bildern, das man nicht sehen lassen will?
Für den balkanischen Leser, der gelernt hat, zwischen den Zeilen jeder Militärmitteilung zu lesen, ist das eine vertraute Lektion. Das offizielle Narrativ und das Satellitenbild erzählen selten dieselbe Geschichte - und die Wahrheit ist meist dort, wo sich jemand am meisten müht, sie zu verdunkeln. Die Gesamtrechnung der amerikanischen Operation hat laut Pentagon bereits 29 Milliarden Dollar erreicht, ein großer Teil für Reparaturen und den Ersatz zerstörter Ausrüstung. Eine Zahl, die lauter spricht als jede Mitteilung.
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