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Schüsse aus einem fahrenden Moped auf einen Audi in Kumanovo um drei Uhr nachts: keine Verletzten, keine Täter

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Schüsse aus einem fahrenden Moped auf einen Audi in Kumanovo um drei Uhr nachts: keine Verletzten, keine Täter

Zwei Uhr vierzig nachts, eine Nebenstraße zwischen dem Viertel Karposh in Kumanovo und dem Dorf Nikuljane. Ein fahrendes Moped, zwei Männer darauf, mehrere Schüsse auf einen Audi mit Kumanovoer Kennzeichen. Der Fahrer, ein 34-jähriger Mann aus Kumanovo, blieb unverletzt. Die Täter sind unbekannt.

Die Meldung ging um 02:45 Uhr ein, fünf Minuten nach den Schüssen. Eine Einheit der Polizeidirektion Kumanovo nahm den Tatort auf, und laut Bulletin „werden Maßnahmen zur Ermittlung der Täter und zur Aufklärung des Falls ergriffen“.

Der Satz ist bekannt. Wir lesen ihn nach jedem solchen Vorfall, in identischer Formulierung, als wäre er eine Vorlage, in die nur noch Namen und Uhrzeit eingetragen werden. Die Frage, die es nicht ins Bulletin schafft, lautet anders: Wer schießt auf dem Balkan um drei Uhr nachts von einem fahrenden Moped, ohne genau zu wissen, auf wen er zielt?

Es gab keine Verletzten, und genau deshalb wird die Geschichte in den Tagesmeldungen untergehen. Aber Schüsse auf ein fahrendes Fahrzeug auf öffentlicher Straße sind kein Streit zwischen zwei Männern - sie sind eine Botschaft. Und solange nicht bekannt ist, wer sie geschickt hat und warum, bleibt in Kumanovo nur ein weiterer offener Fall.