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150 Elektrobusse für 51 Millionen Euro - nach zwei annullierten Ausschreibungen, deren Scheitern niemand erklärte

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150 Elektrobusse für 51 Millionen Euro - nach zwei annullierten Ausschreibungen, deren Scheitern niemand erklärte

Der Vertrag über die Beschaffung von 150 Elektrobussen ist unterzeichnet. Die ersten Fahrzeuge sollen bis Ende dieses Jahres eintreffen, alle 150 binnen 18 Monaten. Davon sind 100 für die Stadt Skopje bestimmt und 50 für andere Städte. Der geschätzte Auftragswert liegt bei rund 51 Millionen Euro.

Unterzeichnet wurde der Vertrag mit der ungarischen Firma Ikarus. Die Ausschreibung führte das Verkehrsministerium durch, und dies ist der dritte Anlauf - die ersten beiden Ausschreibungen wurden annulliert.

Das ist der Teil, der in den Mitteilungen fehlt

Zwei Annullierungen sind keine technische Formalie. Jede bedeutet verlorene Monate, ein wiederholtes Verfahren und einen weiteren Winter- und Sommerzyklus, in dem Skopje mit dem fuhr, was da war. Für eine Stadt, die seit Jahren ein Problem mit der Zahl fahrtüchtiger Busse hat, ist das ein Preis, den die Fahrgäste an den Haltestellen direkt zahlen.

Niemand hat öffentlich erklärt, warum die ersten beiden Ausschreibungen scheiterten. Diese Frage wird nun, da das Verfahren endlich abgeschlossen ist, leicht in der Zufriedenheit über eine vorhandene Unterschrift untergehen.

Die Versprechen

Bürgermeister Orce Gjorgjievski sagte, er habe die Busse bereits gesehen und bezeichnete sie als hochmodern. „Unsere Teams arbeiten bereits an den beiden Standorten, Avtokomanda und Gjorche Petrov, wo die Ladesäulen für die Elektrobusse aufgestellt werden“, erklärte er in der Ratssitzung.

Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski sagte vor einem Monat, als die Ausschreibung endete, die ersten 30 Busse würden bis Ende Dezember eintreffen.

Gjorgjievski kündigte außerdem an, in der kommenden Woche werde die Ausschreibung für Planung und Bau der Trasse des Schnellbussystems BRT veröffentlicht.

Die Ladesäulen sind der eigentliche Test

Ein Elektrobus ohne Ladeinfrastruktur ist ein teurer Bus, der steht. Deshalb wiegt der Satz über Avtokomanda und Gjorche Petrov schwerer als der Vertrag selbst. Sind die Ladesäulen bei Ankunft der ersten Lieferung nicht fertig, warten 30 neue Fahrzeuge genauso, wie die Ausschreibungen gewartet haben.

Die Fristen sind klar: die ersten bis Ende Dezember, alle 150 in 18 Monaten. Das sind Daten, an denen sich die Erfüllung überprüfen lässt. Eine Seltenheit in unserem öffentlichen Beschaffungswesen - und genau deshalb erinnerungswürdig.